Veranstaltung JI-Wien

19.05.2016

„2 Minuten 2 Millionen“-Star zu Gast bei der JI

Der Business Angel und Impact Investor Michael Altrichter war bei der Jungen Industrie zu Gast und diskutierte mit den Mitgliedern über das Thema „Startups – wann platzt die Blase?“.

Business Angel Michael Altrichter und Vorstandsmitglied Matthias Egarter

Altrichter hat mit der paysafecard, einem Onlinezahlungsmittel, selbst ein Startup gegründet, damit einen erfolgreichen Exit an die skrill-Gruppe hingelegt und ist nun einer der bekanntesten Angels Österreichs. Geld zu geben, sei als Business Angel zu wenig, erklärte Altrichter. Vor allem die Erfahrung und das Know-How im jeweiligen Bereich machen einen guten Angel Investor aus. Aus diesem Grund rät auch dazu nur in jenen Beriechen zu investieren, in denen man sich auskennt. Einerseits investiere er natürlich in Startups, die erfolgversprechend seien, aber andererseits hat er nun auch sogenannte Social-Startups in seinem Portfolio. Dabei ginge es hauptsächlich um Nachhaltigkeit in irgendeiner Weise und nicht um Gewinnmaximierung.

Eine Startup-Blase sieht Michael Altrichter momentan nicht. Es gäbe zwar einige Startups und Unicorns, die zu hoch bewertet seien, jedoch seien das eher Kurskorrekturen und keine Blase. Eines der größten Probleme der österreichischen Startups-Szene sieht er darin, dass Erstfinanzierung bis zu einer Million Euro relativ gut zu bekommen sei, jedoch für weitere Finanzierungsrunden kaum Kapital vorhanden ist. Auch im Bereich des Venture Capital und Private Equity sei in Österreich noch viel Verbesserungspotential vorhanden. Gerade im Vergleich zu Startup-Mekkas wie dem Silicon Valley ist Österreich hier noch als „ferner liefen“ zu betrachten. Auch für ausländische Investoren würde es hier zu wenig Anreize geben, weshalb auch im Bereich der Auslandsinvestitionen viel Kapital verpasst werden würde.

Auf die TV-Show „2 Minuten 2 Millionen“ angesprochen, erzählte Altrichter, dass ungefähr ein Drittel der Deals im Anschluss an die Sendungen nicht zustande kommen würden – bei vergleichbaren Shows seien dies bis zu zwei Drittel.