Veranstaltung JI-Vorarlberg

22.11.2016

JI-Stammtisch zum Tabuthema Scheitern

Scheitern gilt als DAS große Tabuthema unserer Gesellschaft und viele Betroffene fühlen sich regelrecht stigmatisiert. Dass Fehler ganz normal sind und sogar zum Erfolg führen können, lehrte Dr. Urs Baldegger ganzen Generationen von Studierenden. Beim JI-Stammtisch zum Thema „Failing forward“ am 15.11. erwartete die Teilnehmer eine mit Beispielen und Anekdoten gespickte Diskussion.

Dr. Baldegger, Gründer des KMU-Zentrums und des Instituts für Entrepreneurship an der Uni Liechtenstein, nannte als drei wesentliche Gründe für das Scheitern von Startups ein fehlerhaftes Geschäftsmodell mit zum Teil falschen Annahmen oder einem nicht ausgereiftem Produkt, Finanzprobleme aufgrund des fehlenden Eigenkapitals und das Unternehmerteam oder den Gründer selbst. Gerade im HR-Bereich ergeben sich mit wachsender Mitarbeiteranzahl oftmals Probleme und erfordern einen Wandel vom Gründer zum Manager, der nicht immer klappe. Der emeritierte Professor empfahl den JI-Mitgliedern auch die Website http://www.autopsy.io/, auf der eine Vielzahl von Erfahrungsberichten rund um das Thema Scheitern zur Verfügung stehen.

Bei aller Lockerheit vergaß Dr. Baldegger aber auch nicht zu erwähnen, dass mit Scheitern auch immer persönliche Schicksale verbunden sind. „Wer sich selbständig macht ist Unternehmer und hat damit Verantwortung für interne und externe Stakeholder“, so Baldegger. Es sei daher wichtig auch immer daran zu denken, was mit Mitarbeitern, Kunden und Geldgebern im Falle des Scheiters geschehe. Für den Unternehmer selbst sei es wichtig, sich mit jemanden vertrauensvoll zu unterhalten um das Geschehene aufarbeiten zu können.

Ein ausführliches Interview mit Dr. Urs Baldegger gibt es auf www.wirtschaftszeit.at. Zum Artikel geht es hier.