Veranstaltung JI-Tirol

23.04.2018

Schweißroboter und Qualitätsmanagement

Modernste Technologien und ein computergestütztes Qualitätsmanagement kommen bei Liebherr in Telfs - in der Entwicklung und in der Fertigung - zum Einsatz.

Die Junge Industrie Tirol besuchte das Liebherr-Werk in Telfs

Liebherr ist bekannt für eine breite Palette an Produkten wie Raupen, Kräne, Lader, Komponenten sowie Kühl- und Gefriergeräte und ist dabei in verschiedensten Industrien erfolgreich. Davon konnte sich die JI-Tirol auch vor Ort bei der Besichtigung des Unternehmens überzeugen: Das Liebherr-Werk in Telfs produziert am Standort seit 1976 Baumaschinen mit hydrostatistischem Antrieb und einem Jahresumsatz von 201,5 Mio. € (2017). Bei der Produktion von Planierraupen, Laderaupen, Teleskopladern und Rohrlegern stehen Wirtschaftlichkeit und Effizienzsteigerung an vorderster Stelle. So berichtete Marketingleiter Alexander Katrycz und präzisierte: „Raupen von Liebherr haben einen bis zu 20% geringeren Treibstoffverbrauch als der Industriestandard.“

Fachkräfte als Standortfaktor

Die Gewährleistung hoher Qualität aller Liebherr-Produkte benötigt ausgezeichnete Arbeitskräfte. Daher spielt auch das Thema Fachkräfte eine große Rolle bei Liebherr. Am Standort in Telfs beschäftigt Liebherr derzeit rund 700 Mitarbeiter. Aktuell werden in der betriebseigenen Lehrlingswerkstätte 30 neue Lehrlinge ausgebildet, wobei die Übernahmerate nach abgeschlossener Ausbildung bei über 90 % liegt.

In diesem Zusammenhang unterstrich Katrycz auch die bevorstehenden Änderungen der Arbeitswelt durch die Digitalisierung. Bereits jetzt kommen bei Liebherr modernste Technologien in der Fertigung und Entwicklung zum Einsatz. Einige Beispiele sind die hochmodernen mehrachsigen Schweißroboter, die Bearbeitungszentren mit integriertem Toolmanagement und nicht zuletzt ein computergestütztes Qualitätsmanagement. In der Konstruktion arbeitet man mit sogenannten „virtuellen Prototypen“, an denen sich wesentliche Grundeigenschaften wie Stabilität, Funktion, Sicht, Beleuchtungskonzept, Kabel und Schlauchverlegung schon in der Entwicklung einer neuen Maschine beurteilen lassen. Die zunehmende Digitalisierung wird auch das Geschäftsmodell sowie die Tätigkeiten der Mitarbeiter stark verändern. Liebherr sieht dies nicht nur als technologischen, sondern als ganzheitlichen Prozess und legt dabei besonderen Wert darauf, die Mitarbeiter in diesen Wandelungsprozess miteinzubeziehen.