Veranstaltung JI-Tirol

29.08.2015

Neue Impulse beim Euregio Jungunternehmer-Talk am Europäischen Forum in Alpbach!

Die Vertreter der Jungunternehmer im Unternehmerverband Südtirol, der Junghandwerker im Landesverband der Handwerker Südtirol (lvh) sowie der Jungen Industrie Tirol folgten am 23. August 2015 bereits zum dritten Mal der Einladung des Club Alpbach Tirol und des Club Alpbach Südtirol Alto Adige, um mit den rund 80 anwesenden Studenten, Jungforschern und Jungakademikern am Europäischen Forum Alpbach über die Mobilität  in der Europaregion zu diskutieren. Das Event wurde in Zusammenarbeit mit der Europaregion Tirol Südtirol Trentino, die am Forum mit einer Euregio-Akademie vertreten war, im Hotel Alphof in Alpbach ausgetragen.

Hans-Jürgen Wohlschlager, Vorsitzender der Jungen Industrie Tirol, Thomas Moriggl, Präsident der Gruppe der Jungunternehmer im Unternehmerverband Südtirol, sowie Jasmin Fischnaller, Vorsitzende der Südtiroler Junghandwerker eröffneten das diesjährige „Weltcafé“ im Alpbacher Hotel Alphof mit spannenden Einblicken, in denen sie die gegenwärtigen Möglichkeiten, Herausforderungen, Chancen und Schwierigkeiten aus Sicht der Unternehmer bzw. Handwerker erläuterten.

Hans-Jürgen Wohlschlager, der selbst 2013 gründete, betonte am Beispiel seines Unternehmens Packari, wie wichtig der Markenschutz für die Produkte und Dienstleistungen ist, um sich die Position im Wettbewerb zu sichern. Er gab Ratschläge, wie man Baustellen auf dem Weg zur Firmengründung vermeidet und wie man die passenden Berater und Dienstleister findet.

Thomas Moriggl erklärte, wie es seinem Unternehmen in diesem Umfeld gelingt, Innovation zu fördern und seinen Unternehmenszweck und seine Unternehmensziele zu erreichen. Dabei betonte er die Wichtigkeit fähiger Mitarbeiter mit der Bereitschaft, mobil und flexibel zu sein. Neben einer soliden Ausbildung und einer kontinuierlichen berufsbegleitenden Fortbildung seien dies die Grundpfeiler, um die Innovationskraft in den Unternehmen zu stärken und Arbeitsplätze für Jugendliche sichern zu können. Deshalb nehme auch die Beziehung zwischen ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen einen immer höheren Stellenwert ein.

Jasmin Fischnaller wies auf die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der Handwerksbetriebe mit Forschungseinrichtungen und Universitäten hin. So sieht Fischnaller auch die Universität Trient als einen wichtigen Ansprechpartner der Zukunft.

Die mitdiskutierenden Trentiner StudentInnen griffen diese Argumente interessiert auf. Einige wiesen auf die bereits bestehenden, jedoch viel zu wenig geförderten Praktika-Angebote an der Universität Trient hin, die in Zusammenarbeit mit den Junghandwerkern sicher ausgebaut werden könnten. Der Mehrwert einer Zusammenarbeit von Universität und Handwerkebetrieb, etwa im Bereich des Möbeldesigns, bringe, so Fischnaller, beiden Seiten Gewinne: den Betrieben anspruchsvolle Aufträge, den StudentInnen der Universitäten genügend Praxiserfahrung für den Berufsalltag.

Geduldig und engagiert beantworteten die Jungunternehmer die Fragen und Stellungnahmen der interessierten jungen StipendiatInnen aus unterschiedlichen Regionen. Der Club Alpbach Tirol und der Club Alpbach Südtirol Alto Adige freuten sich über den großen Anklang und die offene und konstruktive Diskussion.