Veranstaltung JI-Tirol

31.10.2017

30. Jubiläumsstudienreise der Jungen Industrie Tirol ins Silicon Valley

Disruption! Think Big! Trust! The Winner takes it all!

Das sind allesamt große Schlagwörter. Sie begleiten einen aber täglich auf dem Weg durch das Silicon Valley. Die Junge Industrie Tirol wollte sich im Rahmen der 30. Studienreise einmal selbst ein Bild davon machen, was diese weltbekannte Region in Kalifornien so besonders anziehend für Innovation und Unternehmertum macht.

Bei der Central European Pitch Night, bei der sich Startups aus Zentraleuropa vor einer Jury von Vertretern verschiedener Venture Capitals Fonds und einigen interessierten Investoren präsentierten, vermittelten bereits einen ersten Eindruck: Drei Minuten präsentieren, vier Minuten diskutieren und dann ab zu Einzelgesprächen oder neuerdings an den Start. Ideen werden super schnell abgeklopft und bei Gefallen maximal finanziert. Geld ist scheinbar unerschöpflich vorhanden.

Es herrscht ein anderer Spirit im Valley. Entgegen der europäischen Denkweise, bei der Ideen eher genauer und etwas länger auf ihre Marktfähigkeit hin geprüft werden, ist die Vorgehensweise im sonnigen Kalifornien eher mit einem Spiel am Roulettetisch zu vergleichen. Man nimmt 10 oder besser noch 20 Chips in die Hand und macht mit Bauchgefühl seine Einsätze am Spielfeld. Die Kugel rollt und mit etwas Glück hat man einmal richtig gut gesetzt. Wer also einen richtig hohen Gewinn einfährt, kann die neun Nieten leicht verschmerzen.

Apropos Nieten: Dass es bei diesem Spiel auch Verlierer gibt, ist klar. Entgegen der traditionell europäischen Ansicht bremst das drüben niemanden ein. Über eine Kultur des Scheiterns wird eigentlich nicht gesprochen. Das gibt es nicht. Viel eher wird man dafür gelobt, dass man versucht hat, eine Idee umzusetzen und im gleichen Atemzug wird man gefragt: „What’s Next?

So gesehen ist es nicht verwunderlich, dass seit vielen Jahren das Silicon Valley als Brutstätte für Startups gilt. Viele berühmte Weltkonzerne – vornehmlich natürlich im IT-Bereich – haben dort ihre Wurzeln.

Neben Betriebsbesuchen, u.a. bei Western Union, dem Volkswagen Research Lab, LinkedIn, Stratodesk, Gilead und VMware standen u.a. Besuche des IBM CoWorking Space, dem Plug & Play TechCenter, der Singularity Universität im NASA Research Park sowie ein Besuch der Stanford Universität am Programm.

Und bezeichnend auch: Man muss nicht der erste sein, der mit einer Idee kommt! Nur der Beste! Google war z.B. die 13. Suchmaschine, die es probiert hat. Offensichtlich eine Glückszahl!