Veranstaltung JI-Steiermark

16.08.2017

Tax Freedom Day! Bis zum 15. August wieder nur für den Staat gearbeitet!

Junge Wirtschaft und Junge Industrie fordern anlässlich des bevorstehenden Tax Freedom Days am 15. August – mehr Zukunfts- und Generationengerechtigkeit - erst ab diesem Tag hat ein durchschnittlicher österreichischer Steuerzahler genug Geld verdient, um die jährlichen Steuern und Abgaben zu bezahlen. Ihr Ziel: Der Tax Freedom Day soll bis zum Jahr 2020 wieder in der ersten Jahreshälfte stattfinden, der Halbe-Halbe-Gedanke muss sich, so wie in der Schweiz (30. Juni), durchsetzen, sprich „Belastungen müssen gesenkt werden“, so die beiden Vorsitzenden Christoph Kovacic (Junge Wirtschaft) und Alfred Freiberger (Junge Industrie).

JI-Vorsitzender Alfred Freiberger und JW-Vorsitzender Christoph Kovacic (v.r.n.l.)

Bis Maria Himmelfahrt, den 15. August, haben Herr und Frau Österreicher in diesem Jahr ausschließlich für den Staat gearbeitet. Das geht aus einer aktuellen Studie des Austrian Economics Centers hervor, das einmal jährlich den sogenannten „Tax Freedom Day“ berechnet. Dabei werden sämtliche Steuereinnahmen und Sozialabgaben durch das Einkommen der Haushalte und Betriebe geteilt und dieser Prozentsatz dann auf das Jahr umgerechnet.

Im Jahr 2016 war der Österreichische Tax Freedom Day der 22. August und damit auf einem beunruhigend späten Rekordniveau! Es ist zwar erfreulich, dass wir dieses Jahr dank der Steuerreform bereits 7 Tage früher am Ziel sind, dennoch sind wir im Vergleich besonders mit unseren Nachbarn Deutschland (19. Juli) und der Schweiz (30. Juni) reichlich spät dran. Was aber zeigt, dass Sprünge mit Reformen möglich sind. Ab Herbst liegt es an der kommenden Regierung zu zeigen, dass es nicht nur beim Einmaleffekt der Steuerreform von 2016 bleibt, welche allein schon durch die kalte Progression bald wieder zunichtegemacht werden würde, sondern, dass man mit mutigen Reformen unser Land weiter voranbringen kann. Gerade junge Unternehmerinnen und Unternehmer profitieren von einer Entlastung und zukunftsfähigen Reformen. Jede Entlastung erlaubt es den jungen Selbstständigen sich mehr auf den Aufbau ihres Unternehmens, die Schaffung von Arbeitsplätzen und damit auf den Beitrag zum Wirtschaftsstandort und Wohlstand in Österreich zu konzentrieren.

Die Junge Wirtschaft und Junge Industrie sehen die Belastungen für die nächste Generation am Zenit. „Diese Entwicklungen sind ein Hemmschuh für die Wirtschaft in Österreich. Wir fordern Zukunfts- und Generationengerechtigkeit. Wir fordern nicht nur Bekenntnisse, sondern auch das Handeln der Politik dagegen mit Strukturreformen vorzugehen“, so die beiden Vorsitzenden Christoph Kovacic (Junge Wirtschaft) und Alfred Freiberger (Junge Industrie). Denn diese enorme Dynamik der Abgaben bilde für die Zukunft keine stabile ökonomische Basis. Beide Jungunternehmerorganisationen fordern daher, die Belastungen auf ein halbes Jahr zu reduzieren. Das konkrete Ziel heißt somit: Tax Freedom Day am 30. Juni „Halbe-halbe ist genug“, nehmen wir uns ein Beispiel an der Schweiz, so das Duo.

Wesentlicher Handlungsbedarf sind die Bürokratie, die Altersversorgung und das Thema Gesundheit und Soziales. Das Hauptproblem ist die gewaltige Verwaltung, die sich Österreich leistet. Dies schlägt sich mit Bürokratie direkt auf die Unternehmer nieder. Bei viele Unternehmen gehen 15 Prozent und mehr des Umsatzes für Verwaltungsaufwand drauf, eine enorme Belastung, besonders für Kleinstunternehmer. In Österreich besteht einnahmenseitig kein Problem, sondern ausgabenseitig. Deshalb ein klares Nein zu neuen Belastungen und Steuern. Weiters ist die Einführung eines befristeten Investitionsfreibetrages bzw. eines Beteiligungsfreibetrages zur Schaffung von Arbeitskräfte- und Investitionsimpulsen für den Standort entscheidend. Es gehört mehr in unsere Heimat investiert und die Körperschaftssteuer sollte zumindest auf den EU-Schnitt reduziert werden. Vorschläge, wo eingespart werden kann, liegen auf dem Tisch. Jetzt heißt es die Hausaufgaben machen!

Statement Alfred Freiberger (Secop), JI-Vorsitzender:
Für uns als Unternehmen kostet ein Mitarbeiter durchschnittlich 51.000€ pro Jahr. Das entspricht einem Bruttolohn von 39.100 (2790€/Monat). Davon bleiben dem Mitarbeiter, als Auszahlungsbetrag netto nur 27.200 € (1900€/Monat + 2 x 2200 € Für Urlaubs- und Weihnachtsgeld) übrig. 
Was diese Rechnung aber nicht berücksichtigt sind die indirekten Steuern, wie u.a. Mehrwertsteuer, Normverbrauchsabgabe, Flugabgabe, Hundeabgabe, Biersteuer … uvm. Berücksichtigt man auch diese bleiben meinem Mitarbeiter im Schnitt nur 19.300 € (1.380 €/Monat) was man auch als nettonetto bezeichnen könnte. Ich denke der Staat holt sich hier zu viel zu viel und wesentlich mehr als notwendig.

Statement Christoph Kovacic (Inkol), JW-Vorsitzender: 
Nehmen wir uns ein Beispiel an der Schweiz, die schaffen es, einen guten Ausgleich zwischen Staat und seinen Steuerzahlern zu schaffen und haben den Tax Freedom Day am 30. Juni. Ich sage: Halbe-halbe ist fair und genug.