Veranstaltung JI-Steiermark

06.04.2016

Der Standort bestimmt den Standpunkt

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer folgte der Einladung zum Talk und stand bei der JI-Business Lounge Rede und Antwort.

LH Hermann Schützenhöfer mit den beiden JI-Steiermark Vorsitzenden Fredi Freiberger (Secop) (l.) und Christian Grabner (Knapp AG)

Es ist seiner Leistungsbereitschaft und einem Quäntchen Glück zu verdanken, dass er heute hier sitzt, leitete Landeshauptmann Schützenhöfer den Abend ein. Ehe die Diskussion, geleitet von JI-Vorsitzendem Christian Grabner, auf die aktuelle Flüchtlingssituation und den Wirtschaftsstandort überging, gewährte der Landeschef Einblick in seinen Werdegang und beruflichen Alltag.

Flüchtlingssituation
Die aktuellen Geschehnisse in Bad Radkersburg und Spielfeld rauben dem Landeshauptmann nach eigenen Aussagen den Schlaf. Die Steiermark hat die Situation zwar gut im Griff, der Zustrom kann aber langfristig nur von der Europäischen Union reguliert werden. Für LH Schützenhöfer steht fest, dass für jene die bei uns bleiben, klare Spielregeln gelten müssen: „Die Bereitschaft zu arbeiten, unsere Sprache zu lernen und unsere Kultur, unsere Religionsfreiheit aber auch unseren Rechtsstaat anzuerkennen, muss gegeben sein.“ Bei der Frage der Quartiere hat eine Anpassung der Standards – ohne Qualitätsverlust – zu einer Erleichterung geführt.

Herausforderungen für die Steiermark
Wenn es um die Entwicklung der Steiermark geht, sieht der Landeshauptmann im Ausbau des Forschungs- und Entwicklungsstandorts, wie auch in der Entwicklung der Regionen Priorität. Die Steiermark ist bereits jetzt, gemessen an der F&E-Quote, das innovativste Bundesland Österreichs und europäischer Vizemeister, aber dieser Status muss gepflegt und ausgebaut werden. Ein eigener Zukunftsfonds, der aus den Dividenden der Energie Steiermark Anteile gespeist wird, setzt die nötigen Impulse. Die Maßnahmen zur Stärkung der Regionen sollen verhindern, dass die Steiermark ein Land mit zwei Entwicklungsgeschwindigkeiten wird. Es braucht innovative Ansätze, um dem globalen Trend der Urbanisierung Einhalt zu gebieten. Eine weitere Herausforderung wird der Landeshaushalt bleiben. Es gilt die Kosten in den Griff zu bekommen, denn es funktioniert nur sehr kurze Zeit „mehr Geld auszugeben als man zur Verfügung hat!“