Veranstaltung JI-Salzburg

18.05.2016

Junge Industrie in Israel

Arbeitsbesuch in Israel: Gemeinsam mit Vertretern der Jungen Industrie traf Außenminister Sebastian Kurz Premierminister Benjamin Netanjahu.

Ein diplomatischer Besuch ist dicht getaktet – diese Erfahrung machten die Vertreter der Jungen Industrie als Begleitung von Außenminister Sebastian Kurz bei dessen Visite in Israel. Nach der Landung in Tel Aviv erreichten Bernhard Bachofner (JI Salzburg), Hans-Jürgen Wohlschlager (JI Tirol), Vinzenz F. Kastner (JI Wien), Clemens Rezac (Gruppe 1031) und Markus Patscheider (IV) gemeinsam mit der die Delegation am Pfingstmontag um drei Uhr morgens das Hotel – bereits fünfeinhalb Stunden später stand das erste Briefing auf dem Programm. „Der frühere Botschafter in Österreich, Aviv Shir-On, gab eine gute Einführung über die Situation hier. Ich habe mich gefreut, dass die Beziehungen zu Österreich wieder besser sind“, sagte JI-Salzburg-Vorsitzender Bachofner.

Nach dem Briefing ging es für die Delegation zu einem kurzen Fototermin mit Premierminister Benjamin Netanyahu, ehe sich dieser mit dem österreichischen Außenminister zu einem Gespräch zurückzog.

432 Dollar pro Kopf für Start-Ups

Auf großes Interesse seitens der Jungen Industrie stieß die Start-Up-Präsentation vom „Center for Entrepreneurial Developement and Social PresenTense“ in Tel Aviv. „Hier ist Israel vorbildlich. Allein im vergangenen Jahr wurden 1400 Start-Ups gegründet, 383 haben eine größere Kapitalisierung als eine halbe Million Dollar. 90 Prozent des Kapitals kommen von Privaten. In Israel werden pro Kopf 432 Dollar in Start-Ups investiert“, schildert Bachofner. Das Zentrum spanne die Jungunternehmer direkt mit Institutionen zusammen. „Die haben ein tolles Modell. Sie suchen bestimmtes Thema aus, etwa eine neue technische Unterstützung für Körperbehinderte. Und die Start-Up-Betreiber können in einer Einrichtung für Körperbehinderte ihre Ideen sammeln und ihre Produkte entwickeln“, sagt Bachofner.

Kultur des Scheiterns

Insgesamt gebe es in Israel 80 bis 90 so genannte Start-Up-Beschleuniger, die  Einrichtungen würden sich auch an Interessierte aus sozialen Randgruppen richten. „Da kann man wirklich lernen, wie man mit dem Thema umgeht. Zusätzlich gibt es auch eine Kultur des Scheiterns, es ist zulässig, wenn eine Idee einmal nicht funktioniert.“

Außenminister Sebastian Kurz besuchte Israel mit Begleitern aus der Jungen Industrie, der Jungen Wirtschaft, der Jungbauern, der Diplomatischen Akademie und der Hochschülerschaft. Anlass war die Feier zu 60 Jahren diplomatischer Beziehungen zwischen Österreich und Israel, die am Montagabend im Israel Museum in Jerusalem mit einem Festakt begangen wurde.