Veranstaltung JI-Salzburg

06.05.2016

Betriebsbesuch Geislinger GmbH

Firmenchef Cornelius Geislinger empfing eine Abordnung der Jungen Industrie Salzburg im Hauptquartier in Hallwang-Mayrwies. Die Geislinger GmbH ist Weltmarktführer bei drehelastischen Kupplungssystemen für große Dieselmotoren.

Mitglieder der Jungen Industrie Salzburg bei Geislinger GmbH

Es ist ein Besuch bei einem Exportweltmeister: Von hundert Euro setze Geislinger nur einige Cent in Österreich um, betonte CEO Cornelius Geislinger beim Besuch im Firmenhauptqaurtier in Hallwang-Mayrwies. Geislinger betreibt insgesamt sechs Werke in Salzburg, St. Leonhard im Lavantal, in China, Korea, Japan und in den USA und setzt mit Kupplungen und Dämpfungssystemen für große Dieselmotoren rund 112 Millionen Euro um. In Hallwang beschäftigt der Konzern 160 Mitarbeiter, im Lavantal knapp 500.

Geislinger ist nicht nur Export-, sondern auch Forschungsweltmeister. 25 Prozent des Umsatzes werden in Entwicklung, Investitionen und Marketing gesteckt. "Wir erfinden uns alle vier Jahre neu", sagte der Firmenchef. So fertigt der innovative Betrieb den größten Stahlfederdäpfer für das größte Containerschiff der Welt und die größte Kohlefasermembrankupplung für die größte Windkraftturbine der Welt.

Jüngstes Produkt des mittlerweile in dritter Generation geführten Betriebes ist ein spezieller Kohlefaser-Kiel für Kitesurfer, der das Gleiten auf dem Wasser ermöglicht.

Geislingers Alleinstellungsmerkmal: Dämpfer und Kupplungen werden aus Stahl gefertigt. Benötigt werden diese Systeme für Schiffsmotoren, Schienenfahrzeuge und große Bagger und Kipper für Minen. 

60 Prozent des Umsatzes werden in Asien generiert, der Rest teilt sich auf die EU, die USA und den Rest der Welt auf. Dieser Umstand spiegelt auch das dynamische Wachstum im Fernen Osten. "Noch vor 15 Jahren haben wir in Asien nur ein Drittel unseres Umsatzes gemacht", sagte Cornelius Geislinger. Während Deutschland noch Ende der 1990er Jahre die drittgrößte Schiffbaunation der Welt war, spielt sich der Schiffsbau mittlerweile nur noch im Fernen Osten ab.