Veranstaltung JI-Kärnten

29.06.2017

Virtuose am Medienklavier

Der Kärntner Kommunikationschef des Stahlkonzerns voestalpine, Peter Felsbach, erreicht mit seinem 18-köpfigen Team Millionen. Die wichtigsten Botschafter sind die Mitarbeiter.

v.li.n.re.: Peter Felsbach, Michaela Werbitsch (Vorstand JI Kärnten) und Paul Sommeregger (Vorsitzender JI Kärnten)

Nicht umsonst hat er 2016 den Titel „Pressesprecher des Jahres“ in Österreich gewonnen. Die Erfolge können sich sehen lassen, wie Felsbach im Sommer bei einer Veranstaltung der Jungen Industrie in Pörtschach berichtete. Im Rahmen der letzten Kampagne in einem der definierten Schwerpunktthemen, der Mobilität, wurde allein das Eröffnungsvideo 150.000 Mal angesehen. Unglaubliche 792 Medienberichte national und international setzten sich mit den angebotenen Inhalten auseinander. Die 333 Postings erreichten auf Facebook zwei Mio. Menschen, darunter fast alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Botschafter der voestalpine.

Felsbach und sein kleines zu zwei Dritteln aus Frauen bestehendes Team bespielen virtuos alle erdenklichen Kanäle: das meiste inzwischen über Social Media. Da sei die Einschränkung der Zielgruppe inzwischen schon sehr exakt möglich. So könne man etwa alle Wirtschaftsjournalisten der Schweiz selektieren. Obwohl Felsbach die Algorithmen und selbstlernenden Systeme eher kritisch sieht, will er auf ihre Möglichkeiten nicht verzichten. Nirgends könne man sein Werbegeld so effizient einsetzen wie hier.

Ein Geheimnis der Kommunikation der voestalpine ist, dass man in fast allen Ländern, wo man Standorte hat, in der Landessprache mit den Adressaten/Mitarbeitern kommuniziert. Dazu braucht es Kanalverantwortliche, die mit regionalen Agenturen und Übersetzungsbüros zusammenarbeiten. Die allgemeine Strategie werde alle drei Jahre vom Marketing- und Communication-Board festgelegt. Jedenfalls ein fordernder Job: Bis vor kurzem war Felsbach selbst noch quasi rund um die Uhr online und Troubleshooter, wenn irgendwo auf der Welt ein Standort seine Hilfe brauchte. Inzwischen gibt es einen 24-Stunden-Journaldienst.

Die voestalpine sichert in Österreich 76.000 Arbeitsplätze, liefert 2,2 Mrd. Euro an Steuern und Sozialbeiträgen ab. Ein übrigens auch nicht zu unterschätzender Faktor für den Bekanntheitsgrad sind die Werksbesichtigungen: Pro Jahr besuchen ca. 60.000 Menschen den zentralen Standort in Linz!