Veranstaltung JI-Kärnten

19.12.2016

„Sumsi forscht mit“ – Forscherkindergärten für Kärnten

Junge Industrie und Raiffeisen Landesbank Kärnten starten Initiative zum Wecken der Begeisterung für die Naturwissenschaften in Kärntner Kindergärten. Eigenes Ausbildungsangebot für PädagogInnen entwickelt, erste Box mit Forschermaterial an den Pfarrkindergarten Harbach übergeben.

 

Bildunterschrift (von links): Renate Eberhard (Pfarrkindergarten Harbach), Wolfgang Pucher (JI Kärnten), Helene Geyer (Leiterin Pfarrkindergarten Harbach), Peter Gauper (Raiffeisen Landesbank Kärnten), Paul Sommeregger (Vorsitzender JI Kärnten), Gerald Salzmann (IBB), Harald Freunschlag (Raiffeisen Landesbank Kärnten), Klaudia Terkl (IBB), Martina Frantar (Kindergarten Sonnenschein), vorne hockend: Kinder des Pfarrkindergarten Harbach, Daniela Wrumnig (Leiterin Kindergarten Sonnenschein). Foto: IV, Abdruck honorarfrei

Weil die Industrie immer mehr technikinteressierte, innovative und vielfältige junge Menschen sucht und die Begeisterung für Mathematik, Naturwissenschaften und Technik schon sehr früh geweckt werden muss, um nachhaltig zu wirken, hat die Junge Industrie Kärnten ein Ziel formuliert: Bis zum Jahr 2020 sollen in Kärnten 50 Forscherkindergärten entstehen. Ausgehend vom ersten Forscherkindergarten Österreichs, dem Kindergarten Sonnenschein in Klagenfurt, wurde mit den engagierten Pädagoginnen um Leiterin Daniela Wrumnig und dem von Gerald Salzmann geleiteten Institut für Bildung und Beratung (der Fortbildungsinstitution für ElementarpädagogInnen) ein Konzept für die Weiterbildung und Ausstattung entwickelt. Die Raiffeisen Landesbank Kärnten stieg als Sponsor ein. Sie finanziert die Schulungsunterlagen sowie alle nötigen Materialien zum kindgerechten Experimentieren. Rund 100 Boxen mit Ausstattung werden so während der gesamten Projektdauer vergeben. Das Institut für Bildung und Beratung (IBB) übernimmt die Kosten für die Fortbildungsseminare. Das Angebot steht Kindergärten aus allen Kärntner Regionen offen, Anmeldungen zu den Kursen sind über die Website des IBB möglich. Besonders praxisnah sind die Fortbildungsmodule auch, weil sie im städtischen Kindergarten Sonnenschein abgehalten werden.

 

Unterrichtsmaterial übergeben

Am Montag, 19. Dezember 2016 übergaben der Vorsitzende der Jungen Industrie Kärnten, Paul Sommeregger und Raiffeisen Landesbank Kärnten Vorstandsdirektor Peter Gauper die erste Box mit dem Unterrichtsmaterial an den Pfarrkindergarten Harbach in Klagenfurt. Sie enthält vom Mikroskop, über Pipetten, Magnete bis zum Strombausatz alles, was die kleinen ForscherInnen so brauchen, um die Natur und die in ihr wirkenden Kräfte und Phänomene in kindgerechter Form zu erkunden. Die kleinen „Naturwissenschaftler“ können es kaum erwarten, die Forscherecken im Kindergarten mit der Experimentierausrüstung zu bestücken und fortan täglich zu nutzen. „Die Raiffeisen Landesbank Kärnten ist ein verlässlicher Partner der Kärntner Industrie. Deshalb unterstützen wir das Projekt aus Überzeugung. Es ist in Studien mehrfach dokumentiert, dass die Begeisterung für Naturwissenschaften bei Kindern nicht früh genug geweckt werden kann“, so Peter Gauper.

 

Geplant ist, im Rahmen des Programms, das unter dem Motto „Sumsi forscht mit“ läuft, pro Semester etwa 14 PädagogInnen aus sieben Kindergärten zu schulen. Bei entsprechendem Erfolg hat die Raiffeisen Landesbank Kärnten bereits signalisiert, die Finanzierungszusage über das gesteckte Ziel von 50 Forscherkindergärten (rund ein Fünftel aller Kindergärten in Kärnten) bis zum Jahr 2020 auszudehnen.

 

Die Qualität und Nachhaltigkeit des Programms wird jedenfalls in mehreren Stufen evaluiert. Außerdem ist eine intensive Vernetzung der Forscherkindergärten vorgesehen.