Veranstaltung JI-Kärnten

14.09.2018

Junge Industrie trifft Italiener im Dreiländereck

CYMAA: Lucas Petritsch übernimmt Vorsitz

Lucas Petritsch (links) übernimmt den CAMAA-Vorsitz von Davide Boeri. Rechts der Kärntner JI-Vorsitzende Paul Sommeregger.

Im September lud das Kärntner JI-Team die Kooperationspartner aus Friaul-Julisch Venetien im Rahmen der CYMAA – Cooperation of Young Manufacturers of Alpe Adria – ins Dreiländereck nach Feistritz an der Gail ein. Dort besuchte die Gruppe das Unternehmen CAPITA MFG im Hauptwerk, dem sogenannten „Mothership“. Produziert werden am Standort an die 100.000 Snowboards pro Jahr, und neuerdings auch Kiteboards. Wilhelm Ebner und das Managementteam nahmen sich viel Zeit, um die Besonderheiten der Produkte, des Designs und des Produktions-standorts ausführlich zu erläutern.

Über die Kooperation

Schon im Jahr 2001 wurde die CYMAA zwischen den Jugendorganisationen der Industrie-/Unternehmerverbände von Kärnten, Steiermark, Udine, Triest, Görz und Pordenone gegründet. Über die Jahre waren die gegenseitigen Einladungen und Betriebsbesuche sowie das grenzüberschreitende Netzwerken Fixpunkte in den Jahresplänen der JI Kärnten und dem italienischen Jungunternehmerverband. Turnusmäßig übernimmt alle drei Jahre ein Kärntner bzw. italienischer Vertreter den Vorsitz der CYMAA. Heuer kam so Lucas Petritsch von Petritsch Edelstahltechnik, ein langjähriges Vorstandsmitglied der JI, an die Spitze – das Staffelholz übergab ihm dabei Davide Boeri, der Vorsitzende der Giovani Imprenditori der Confindustria Udine. Petritsch will in den nächsten Jahren die Kooperation vertiefen, mehr übergreifende Aktivitäten anbieten und die Fühler in weitere Partnerregionen, auch nach Slowenien und Südtirol, ausstrecken.

Regional verankert mit Produkten für den Weltmarkt

Nach dem gemeinsamen, ausgezeichneten Mittagessen im Bärenwirt führte Petritsch die Besucher weiter zu seinem Betrieb in Hermagor, wo er Einblicke in das Bearbeitungs-Know-How mit Edelstahl und die Produkte und Engineering-Dienstleistungen gab. Zu den heutigen Key Accounts seiner Firma zählen Maschinen- und Anlagenbauer, die für global agierende Konzerne Getränke-  abfüllanlagen, Offset- und Gelddruck- oder auch Windelverpackungsmaschinen herstellen. Petritsch meint zwar, dass diese Märkte sehr volatil seien, doch schaffe es der Familienbetrieb mit regionalem Stammpersonal, sehr hoher Qualität und Kompetenz sowie ausgeprägter Kundennähe, zu bestehen.