Veranstaltung JI-Kärnten

17.03.2017

Junge Industrie besucht Triest

Genussreiche JI-Expedition ins benachbarte Friaul-Julisch Venetien

Im Rahmen der CYMAA – Cooperation of Young Manufacturers of Alpe Adria – besuchte eine Kärntner Delegation Mitte März die Hafenstadt Triest. Neben dem Zusammentreffen mit italienischen Kollegen aus dem produzierenden Sektor der Regionen Udine und Triest, waren die Highlights diesmal die Besichtigungen der Firmen Illy und Masè. Schon bei der Ankunft stieg den Kärntnern der feine Geruch der Kaffeerösterei in die Nase. Nach einer Tasse perfekt zubereitetem Illy Espresso erhielt die Gruppe umfassenden Einblick in die Geschichte, Philosophie und Produktion im weit über die Landesgrenzen bekannten Familienbetrieb.
Anschließend erfuhren die Teilnehmer mehr über die traditionelle Triestiner Art der Schinkenproduktion. Die Eigentümer und Geschäftsführer von Masè führten persönlich durch den Betrieb. Zur Krönung wurden die hauseigenen Produkte ausgiebig verkostet. Besonders zu empfehlen ist der Klassiker „Nerotrieste“, ein mit leicht gesalzenem Karamell überzogener Kochschinken, war man sich einig.

Wissenswertes über die Stadt
Nach den Firmenbesuchen führte Sandra Zoglia von der Jungunternehmergruppe Triest die Kärntner durch die Innenstadt. Ihre Expertise als nebenberufliche Touristenführerin kam da gerade recht. Sie hatte viel Kulturelles und Historisches zu erzählen, von der Zeit des Römischen Imperiums, als der heutige Hauptplatz noch im Meer lag, denn die Piazza dell’Unità d’Italia wurde erst durch jahrhundertelange Versandung zu Festland, oder vom jüdischen Ghetto und einigen neuzeitlichen triestiner Besonderheiten. Apropos Ghetto – das Wort stammt aus dem Italienischen und bedeutet so viel wie Gießerei, wie Sandra der Gruppe erklärte, denn in Venedig wohnten die jüdischen Einwohner im Stadtviertel mit den Gießereien. Und so entstand der Begriff für diese abgegrenzten Bezirke in den Städten.