Veranstaltung JI-Bund

28.04.2016

Junge Industrie: Vernetzung von Startups und Industrie unterstützen

Erster Platz für Panono, zweiter Platz an Kinexon, dritter an Optoforce – Publikumspreis gewann Parkbob – Partnerschaften von Industrie und Startups fördern

„Gerade im Innovationsbereich können Partnerschaften zwischen etablierter Industrie und Startups beiden Seiten Nutzen bringen – eine klassische Win-Win-Situation also. Außerdem sollten wir alles tun, um möglichst dafür zu sorgen, dass jede innovative Idee aus Österreich auch in Österreich realisiert werden kann“, so Dr. Therese Niss, Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI). Umso erfreulicher sei es, dass mittlerweile auch die Politik die Wichtigkeit der Förderung von Startups erkannt habe, wobei „man hier in Österreich sicher noch viel mehr tun könnte. Am Ende des Tages ist dies aber auch eine Frage der Kultur – wir haben in Österreich sicherlich viel zu wenig Mut zu Neuem, dazu neue Wege auszuprobieren. Da gilt es bereits im Bildungssystem anzusetzen“, so Niss. Hier habe man inzwischen mit Harald Mahrer dankenswerterweise nun einen aktiven Fürsprecher für den Leistungsgedanken und die Freude an Innovation in der Regierung, was Staatssekretär Harald Mahrer auch gleich mit einem Spontanbesuch beim „Pitch im Paternoster“ unter Beweis stellte.

Auch der Vorsitzende der JI-Wien, Heinrich Schmid-Schmidsfelden betonte, wie wichtig es ist, Brücken zwischen junger und klassischer Industrie zu bauen. „Als Industrie müssen wir die Kooperation mit Startups und jungen Unternehmen unbedingt fördern und unterstützen, denn hier können wir Innovation vorantreiben. Wenn wir im internationalen Wettbewerb bestehen wollen, ist es unumgänglich dieses Potenzial zu schöpfen, denn dadurch werden Wachstum und Arbeitsplätze gesichert.“ Es ist aber nicht nur die Industrie gefordert, sondern auch die Rahmenbedingungen müssen gegeben sein. „Für dieses Vorhaben brauchen wir auch die Unterstützung der Politik, denn nur wenn wir als Gründungsland attraktiv sind, werden wir auch die innovativsten und besten Unternehmer anziehen.“ Damit es soweit kommt, muss auch die Gründungskultur stimmen. „Auch am Mindset von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik müssen wir noch arbeiten, da wir von der Versorgungsmentalität wegkommen müssen hin zu mehr Mut für Risiko und Lust an Innovation“, so Schmid-Schmidsfelden. 

„Für die erfolgreiche Vernetzung etablierter Unternehmen und Startups braucht es den richtigen Rahmen. Ich denke, dass wir mit dem ‚Pitch im Paternoster‘ den richtigen Ansatz gefunden haben, führende Startup Unternehmen im Industriebereich mit führenden Köpfen etablierter Industrieunternehmen zusammen zu bringen. Wichtig dabei ist nicht nur die richtige Auswahl der teilnehmenden Akteure, sondern auch, den richtigen Informationsaustausch zu unterstützen“, so Stefan Perkmann Berger von WhatAVenture.

Die Sieger 2016

Die Jury, rekrutiert vor allem aus dem Kreise des IV-Bundesvorstandes, nahm die einzelnen Startups jeweils während einer Runde im Paternoster unter die Lupe – am Ende war das Ergebnis denkbar knapp. Mit einem hauchdünnen Vorsprung gewann schließlich Panono (www.panono.com) den ersten Preis, gesponsert von der Infineon AG. Der zweite Preis, zur Verfügung gestellt vom Austria Wirtschaftsservice (aws) ging an das Team von Kinexon (www.kinexon.com). Den dritten Rang, unterstützt durch das Aktienforum, belegte Optoforce (www.optoforce.com). Zudem konnte dieses Mal auch das Publikum die Startups bewerten. über den Crowd Award, unterstützt von DealMatrix, konnte sich das Team von Parkbob (www.parkbob.com) freuen.

Der „Pitch im Paternoster“ wurde erstmal im Februar 2015 von JI, JI-Wien und WhatAVenture im Haus der Industrie organisiert. Großer Dank gilt den Sponsoren der Preise – der Infineon AG, dem Austria Wirtschaftsservice (AWS) sowie dem Aktienforum. Heuer neu dabei war zudem Dealmatrix, die ein eigenes Bewertungstool für Startups konzipiert hat. Die entsprechende App kam auch beim „Pitch im Paternoster“ zum Einsatz.