Thema JI-Wien

15.11.2016

Junge Industrie Wien: „Generationengerechtigkeit darf keine leere Phrase sein!“

JI- Vorsitzender Griller: Jugendliche immer durch das System benachteiligt – Spaltung der Gesellschaft muss verhindert werden – Mut für Reformen im Sozial- und Bildungsbereich gefordert

Nikolaus Griller

„Und hier ist die nächste Studie, die aufzeigt, dass die jüngere Generation die sozialen Standards der Älteren nicht mehr halten wird können. Die Kluft zwischen Jung und Alt darf nicht noch größer werden- weder bei Pensionen, Bildungssystem noch am Arbeitsmarkt“, so Nikolaus Griller, Vorsitzender der Jungen Industrie Wien, anlässlich einer der Presse vorliegenden Studie der Bertelsmann-Stiftung zur Entwicklung der sozialen Gerechtigkeit in der EU. Die Chancen auf Arbeitsplätze, gutes Gehalt oder sozialen Aufstieg haben sich seit Krisenbeginn 2008 verschlechtert. Auch in Österreich zeichnet sich dieses Bild ab. „Wir müssen doch schauen, dass Jugendliche die gleichen Chancen wie die Generationen zuvor haben. Seit Jahren fordern wir als Junge Industrie Reformen im Sozialwesen und Bildungsbereich und seit Jahren passiert einfach nichts. Es kann nicht unser Ziel sein, Österreich für künftige Generationen herunter zu wirtschaften. Die Politik muss sich endlich ein Herz fassen, wirkliche Reformen angehen und an die Zukunft denken“, so Griller.

Um die angespannte Situation am Arbeitsmarkt zu relativieren, könnte man mit der richtigen Ausbildung schon gegensteuern. Absolventen von MINT-Fächern sind zum Beispiel begehrte Fachkräfte und haben entgegen aller Entwicklungen hervorragende Aussichten auf Arbeitsplätze. Trotz einer herausfordernden konjunkturellen Lage könnten bis 2020 im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich allein in Österreich fast 40.000 neue Jobs entstehen. „Arbeitsplatzgarantie wird es nie geben, jedoch ist man mit einer MINT-Ausbildung schon nah dran. Mit unserer MINT-Initiative arbeiten wir daran Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern, denn dadurch kann der Einstieg ins Berufsleben schon wesentlich verbessert werden. Wir sind überzeugt davon, dass alle die gleichen Möglichkeiten verdient haben und dass wir einer Spaltung der Gesellschaft in Jung und Alt keinen Platz bieten dürfen“, Griller abschließend.