Thema JI-Wien

29.04.2016

JI-Wien und BSV: Kein Sparprogramm für eine verlorene Generation!

Jobchancen für junge Menschen verbessern – Bildungssystem für Arbeitsmarkt rüsten – Schüler und Schülervertreter in Diskussion miteinbeziehen

Die Vorsitzenden der JI-Wien Heinrich Schmid-Schmidsfelden und Nikolaus Griller

„Mit der richtigen Qualifizierung steht und fällt die Chance von Jugendlichen auf Beschäftigung. Deshalb müssen wir in der Ausbildung ansetzen, um junge Menschen fit für den Arbeitsmarkt zu machen“, erklärt JI-Wien Vorsitzender Heinrich Schmid-Schmidsfelden. Gute Ausbildung ist somit in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die einzige Möglichkeit, um Jugendarbeitslosigkeit einzudämmen um damit eine soziale Kluft zwischen Arm und Reich einzugrenzen. Junge Menschen, die den Einstieg in den Arbeitsmarkt nicht schaffen, sind später kaum mehr zu integrieren und von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Das Bildungssystem muss den Schülerinnen und Schülern hier auch Perspektiven und einen Einblick in den Arbeitsmarkt bieten. Aus diesem Grund hat die Junge Industrie in Kooperation mit der Bundesschülervertretung ein Forderungspapier zur Verbesserung des Berufseinstiegs von jungen Menschen erarbeitet.

Besonders der Übergang von der Schule ins Berufsleben stellt viele junge Menschen vor eine große Herausforderung. Sie sind mit Fragen nach den eigenen (Berufs-)Wünschen, Fähigkeiten und Qualifikationen, aber auch mit Anforderungen und Bedingungen des Arbeitsmarktes konfrontiert. „Berufsorientierung muss in Schulen verpflichtend angeboten werden, damit Schülerinnen und Schüler sich schon im Vorfeld ihres Abschlusses Gedanken über mögliche Berufsfelder und Studienrichtungen machen können“, so Thomas Gasplmayr, Projektleiter der JI-Wien. Nicht nur die Politik ist hier gefordert. Der Arbeitsmarkt muss sich öffnen und bereit sein, Jugendlichen Arbeitserfahrung zu ermöglichen. „Praktika sind eine wichtige Erfahrungs- und Lernquelle für junge Menschen, weshalb wir uns in dieser Hinsicht noch mehr Angebot und Kooperation von Unternehmen wünschen würden. Während eines Praktikums können Jugendliche in ein reales Arbeitsumfeld eintauchen und praktische Erfahrungen sammeln. Dies ist sowohl für die persönliche Entwicklung der Jugendlichen wichtig, als auch ein Pluspunkt für künftige Arbeitgeber“, so Mag. Michael Hofner, Projektleiter der JI-Wien.

Um notwendige Schritte und die Forderungen für das Bildungssystem in einem gerechten Rahmen zu diskutieren, sollten auch die Schülervertreter als Betroffene herangezogen werden. „Um den Schülerinnen und Schülern das nötige Rüstzeug für den Arbeitsmarkt mitzugeben, müssen auch die Schulpartner in die Diskussion über mögliche Reformen einbezogen werden. Wir sind die Schnittschnelle zwischen Schülerschaft und Politik, weshalb wir mehr Mitsprache erwarten“, so Bundesschulsprecher Maximilian Gnesda.