Thema JI-Vorarlberg

11.12.2015

JI-Vorsitzender Karg: Realitätsverweigerung bei der Arbeiterkammer Vorarlberg

„Realitätsverweigerung“ wirft der Vorsitzende der Jungen Industrie (JI) Vorarlberg Andreas Karg dem Direktor der Arbeiterkammer Rainer Keckeis vor, der in der aktuellen Pensionsdiskussion von der größten "Pensionskürzung aller Zeiten" spricht und damit eine nachhaltige Finanzierung des Pensionssystems strikt ablehnt.

JI-Vorsitzender Andreas Karg

"Wenn jemand zu Beginn einer Pensionsreformdebatte die Einführung einer Pensionsautomatik, das Einfrieren des Bundeszuschusses oder die Koppelung des Pensionsalters an die Lebenserwartung einfach nur ablehnt, dann kann man als Vertreter der jüngeren Generation und vor allem im Sinne unserer Kinder nur den Kopf schütteln“, beklagt Karg die strikte Blockade der Arbeiterkammer Vorarlberg ein nachhaltigeres Pensionssystem zu entwickeln. Man habe bei der Arbeiterkammer zwar erkannt, dass etwas geändert gehöre, aber bei den präsentierten AK-Vorarlberg-Vorschlägen handle es sich nur um kosmetische Korrekturen. Den gestiegenen Lebenserwartungen, den demografischen Entwicklungen und den immensen Zuschüssen der öffentlichen Hand auf Kosten der nächsten Generationen trage man damit keinesfalls genug Rechnung.

Die Junge Industrie habe erst vor kurzem anhand einer umfangreichen Studie aufgezeigt, was auch internationale Experten bestätigen: „Transparenz und die Etablierung eines echten Automatismus im Pensionssystem sind dringend an der Zeit.“ Beim Pensionsautomatismus gehe es schlicht und ergreifend darum, gewisse Faktoren, wie die Beitragshöhe oder das Pensionsantrittsalter direkt und automatisch an die Entwicklungen der Lebenserwartung und die Kosten des Pensionssystems anzupassen, dies schließe eine Absicherung für sozial Schwache natürlich nicht aus. Das ständige parteipolitische Hickhack könne so eher vermieden werden. Ebenso sei es überfällig, dass die Ungleichbehandlung von Frauen beendet werde und das Frauenpensionsantrittsalter so rasch wie möglich angeglichen wird. Und Karg weiter: „Es ist positiv, dass die Bundesregierung nach ersten zaghaften Reformen im Steuer- und Bildungsbereich bis 29. Februar kommenden Jahres eine Pensionsreform präsentieren will. Als Junge Industrie werden wir ambitioniert unseren Input dazu einliefern,  wir appellieren an die anderen Interessenvertreter, Parteien und Meinungsmacher sich diesem ernsten Zukunftsthema für die nächsten Generationen verantwortungsvoll anzunehmen und nicht in den Populismus zu verfallen."