Thema JI-Tirol

12.11.2015

drittes JI-INSIGHT

Drittes JI-INSIGHT mit Frau DI ETH Iris Ortner und Herbstcocktail mit Mitgliederversammlung am 11.11.2015

Im Vorfeld des dritten JI-INSIGHT fand auch die Mitgliederversammlung statt. Nach nunmehr drei Jahren war der JI-Vorstand neu zu wählen. Der Wahlvorschlag des JI-Vorstandes wurde einstimmig ohne Gegenstimmen angenommen, womit der bisherige JI-Vorstand für ausnahmsweise nur zwei Jahre bestätigt wurde. Neu in den JI-Vorstand kooptiert wurde Mag. Matthias Zitterbart (DAKA).

Mag. (FH) Hans-Jürgen Wohlschlager bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und auch seinem ebenfalls bestätigten Stellvertreter, Mag. David Lindner, für seinen Einsatz in den letzten drei Jahren. Nach einem kurzen Resümee über die diesjährigen Veranstaltungen übergab er das Wort an den Präsidenten der IV-Tirol, Dr. Reinhard Schretter, der dem wiedergewählten JI-Vorstand gratulierte und in bewährter Manier einige Grußworte an die Versammlung richtete.

Danach übernahm der Moderator des Abends, Mag. Matthias Zitterbart das Wort und begrüßte am Podium die Geschäftsführerin und Aufsichtsratsvorsitzende der IGO-ORTNER Gruppe, Frau DI ETH Iris Ortner.

Im Zuge dieses Unternehmergesprächs erhielt die Junge Industrie einen sehr tiefgehenden Einblick in die Unternehmensgruppe, die mit rund 3.500 Mitarbeitern etwa 500 Mio. € Umsatz pro Jahr erzielt.

Dazu kommt das im Jahr 1999 von ihrem Vater, DI Klaus Ortner, begonnene Engagement in der PORR-AG, das sich von zunächst wenigen Prozent auf einen Anteil von inzwischen 39% gesteigert hat. Zusammen mit der Strauß-Gruppe kontrolliert Ortner inzwischen 53% der PORR-AG. PORR ist das größte österreichische Bauunternehmen und macht mit über 13.000 Mitarbeitern ungefähr 3,5 Mrd. € Umsatz jährlich.

Wir erfahren auch, wie sie Maschineningenieurwesen an der ETH Zürich und später ein MBA-Studium an der INSEAD absolviert hat und zunächst an der Universität eine wissenschaftliche Laufbahn begann. Doch bereits mit 23 Jahren stieg sie ins Unternehmen ein, nur „so halb“, wie sie sagt, denn sie ging nach Polen und baute dort eine Niederlassung auf.

Wie Unternehmertum in ihrer Familie gelebt wird, war ebenfalls Thema. Ihre jüngere Schwester Nina macht die Finanzen und Vater Klaus ist ebenfalls noch recht aktiv, obwohl er natürlich im Tagesgeschäft den Töchtern den Vortritt überlassen hat.

Als Multiplayer stattet Ortner Krankenhäuser, Industrie, Hotels und zahllose weitere Infrastrukturprojekte, wie etwa Bahnhöfe oder Flughäfen mit Gebäudetechnik aus. Bei vielen Projekten betätigt man sich als Generalunternehmer und das Engagement bei PORR war gewiss kein Zufall, sondern ein wohlüberlegter strategischer Schritt.

Resümierend ist es an diesem Abend jedenfalls gelungen, das vielen „unbekannte Wesen Ortner“ doch etwas näher zu bringen. Die von Iris Ortner mitgebrachten Bücher über die Unternehmensgeschichte fanden jedenfalls reißenden Absatz.