Thema JI-Steiermark

02.08.2018

Tax Freedom Day

Bis zum 4. August wieder nur für den Staat gearbeitet! Von jedem Euro bleiben nur 41 Cent!

JI-Vorsitzender Alfred Freiberger (l.) und JW-Vorsitzender Christoph Kovacic fordern eine Senkung der Steuerlast.

Junge Wirtschaft und Junge Industrie fordern anlässlich des bevorstehenden Tax
Freedom Days am 4. August mehr Zukunfts- und Generationengerechtigkeit. Ihr Ziel: der
Tax Freedom Day soll wieder in der ersten Jahreshälfte stattfinden, sprich „Belastungen
müssen gesenkt werden – Halbe-Halbe ist hier mehr als genug“, so die beiden Vorsitzenden
Christoph Kovacic (Junge Wirtschaft) und Alfred Freiberger (Junge Industrie).
Derzeit bleiben von jedem verdienten Euro nämlich nur 41 Cent im eigenen Geldbörserl.

Bis einschließlich 3. August, immerhin 215 Tage lang, haben Herr und Frau Österreicher in
diesem Jahr ausschließlich für den Staat gearbeitet. Das geht aus einer aktuellen Studie des
Austrian Economics Centers hervor, wo einmal jährlich – seit 2010 – der sogenannte „Tax
Freedom Day“ berechnet wird. Dabei werden sämtliche Steuereinnahmen und Sozialabgaben
durch das Einkommen der Haushalte und Betriebe geteilt und dieser Prozentsatz dann auf
das Jahr umgerechnet. Ergebnis: Statistisch gesehen haben wir alle heuer bis 3. August nur
für den Staatssäckel gearbeitet. Erst ab 4. August hat ein durchschnittlicher Steuerzahler in
unserem Land genug verdient, um die vielen Abgaben und Steuern bezahlen zu können, die
Jahr für Jahr fällig werden. Immerhin: Heuer sind es drei Tage mehr, die wir fürs eigene
Geldbörserl arbeiten. Eine Positiventwicklung, die man laut Barbara Kolm, Direktorin des
Austrian Economics Center (AEC) und Präsidentin des Hayek Institutes vor allem der zurzeit
guten Konjunktur zu verdanken habe.

Die Richtung stimmt also. Nur dürfe man jetzt keine Reformen mehr verschleppen.
Vielmehr gelte es den eingeschlagenen Weg der Bundesregierung weiterzugehen um „mit
mutigen Reformen die Belastung der österreichischen Steuerzahler zu reduzieren“, so
JI-Vorsitzender Alfred Freiberger und JW-Chef Christoph Kovacic. Entlastungen schaffen
Handlungsspielräume, die beim Aufbau wie auch bei der Ausweitung von Unternehmungen
unterstützen und in weiterer Folge den Wirtschaftsstandort Steiermark wie Österreich
stärken. Maßnahme dazu wären etwa die Senkung der Lohnnebenkosten und der
Abgabenquote, hier nimmt Österreich noch immer einen „Spitzenplatz“ ein.

Ein besonderes Anliegen ist Kovacic und Freiberger neben der Entlastung auch eine
Effizienzsteigerung. Auch ein Staat kann ohne großen Leistungsabbau effizienter gestaltet
werden – Unternehmen wird dies in ihren Betrieben laufend abverlangt. Wesentlichen
Handlungsbedarf sehen Freiberger und Kovacic hier in der Bürokratie, der Altersversorgung
sowie im Gesundheits- und Sozialsystem. Allein die in vielen Bereichen aufgeblähte
Verwaltung, die sich Österreich leistet, schlägt sich mit enormen Kosten bei den Betrieben
nieder. Erste Konzepte zur Verschlankung liegen vor, nun ist es an der Zeit für die
Umsetzung.

Die Belastungsfrage ist Zukunfts- und Standortentscheidend, denn an der Frage der
Abgabenquote, welche auf 40 Prozent reduziert werden sollte, entscheidet sich auch die
Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und damit der Wohlstand kommender
Generationen, sind sich Junge Wirtschaft und Junge Industrie einig. Mit der Senkung der
Abgabenquote und weiteren investitionsfördernden Maßnahmen, wie der steuerlichen
Begünstigungen für Investitionen, kann man auch in Zeiten des immer härter werdenden
globalen Wettbewerbs sicherstellen, dass Österreich sich als konkurrenzfähiger Standort
behauptet, in dem Wohlstand erarbeitet und weiterhin verteilt werden kann.

Beide Organisationen fordern daher, die Belastungen in den nächsten zwei Jahren auf ein
halbes Jahr zu reduzieren. Das konkrete Ziel heißt somit: Tax Freedom Day am 1. Juli 2020.
„Halbe-Halbe ist genug“, von jedem in Österreich erarbeiteten Euro müssen 50 Cent, nach
Abzug aller Steuern und Abgaben dem zur Verfügung stehen, der sie erarbeitet hat, so das
Duo.

STATEMENTS

Barbara Kolm, Präsidentin der Hayek Institutes: „Mit dem Tax Freedom Day wollen wir den
Österreichern die Höhe der Abgabenlast an den Staat bewusst machen. Wir zeigen, dass der
bisherige Weg Leistungen durch Neuverschuldung und noch höhere Steuern und Abgaben zu
finanzieren, der Falsche ist. Die neue Bundesregierung hat durch die ersten massiven
Einsparungen im Budget bereits gezeigt, dass sie die angekündigten Reformen umsetzt. Die
Steuerreform wird die Abgabenlast reduzieren und damit den Tax Freedom Day nach vor
rücken lassen. Ziel muss es sein, im internationalen Vergleich an die Spitze zu rücken um
den Arbeits- und Wirtschaftsstandort wettbewerbsfähig zu machen.“

Alfred Freiberger (Nidec), JI-Vorsitzender: „Die Vorverlegung des Tax Freedom Days (TFD)
ist erfreulich – vom Ziel, eines TFD in der ersten Jahreshälfte, sind wir jedoch weit entfernt
und dafür braucht es eine Abgabensenkung.“, so Alfred Freiberger, Vorsitzender der JI
Steiermark. Und ergänzt: „In der Steiermark haben wir uns der Innovation verschrieben, wir
gestalten die Digitalisierung mit und blicken stets nach vorne. Wir wollen nicht von Altlasten
gebremst werden, die diesen Spirit nicht unterstützen. Im Sinne der Generationengerechtigkeit
müssen die Staatsausgaben reduziert und die vorhandenen Mittel
zukunftsweisend eingesetzt werden.“

Christoph Kovacic (Inkol), JW-Vorsitzender: „Österreich braucht einen guten Ausgleich
zwischen dem Staat und seinen Steuerzahlern. Unsere Forderung lautet daher: Halbe-Halbe
ist fair und genug! Die Hälfte des von einem Steuerzahlenden erwirtschafteten Einkommens
soll auch bei ihm bzw. bei ihr bleiben. Hier müssen wir den von der Bundesregierung nun
eingeschlagenen Reformweg konsequent weitergehen.“