Thema JI-Steiermark

03.05.2016

Junge Industrie kritisiert Ergebnisse des Pensionsgipfels scharf

Die JI sieht sich als Vertretung der Jungend, daher ist das Pensionsthema ein zentrales Anliegen.

Die Vorsitzenden der JI-Steiermark Alfred Freiberger und Christian Grabner

Das Vorsitzenden-Duo der Steiermark sieht dringenden Handlungsbedarf:

Grabner: Das Vertrauen der Jugendlichen in das Pensionssystem geht gegen Null. Trotz Beitragsleistungen fragen sich viele, ob sie auch eine Pension bekommen werden. Wir fragen uns, ob das gerecht ist. Mit welchen gesellschaftspolitischen Konsequenzen haben wir in Zukunft zu rechnen?

Freiberger: Es geht darum die Zukunft zu gestalten und nicht die Vergangenheit zu subventionieren. Budgetmittel werden für Investitionen etwa im Bereich der Bildung benötigt und nicht um ein veraltetes Pensionssystem zu finanzieren.

Reden wir über die Zukunft. welche Maßnahmen gilt es einzuleiten?

Freiberger: Die JI hat 2010 eine grundlegende Reform der gesetzlichen Pensionsversicherung vorgeschlagen, die sich an den Prinzipien der Transparenz, der Fairness zwischen den Generationen und der automatischen Sicherstellung der finanziellen Nachhaltigkeit orientiert. Das Reformkonzept sieht die sofortige Einführung eines strikt beitragsorientierten individuellen Pensionskontos für alle Versicherten in Österreich vor. Bisher erworbene Rechte werden mittels einer Sockelpension auf dem Konto verbucht. Das beitragsorientierte Pensionskonto nach dem Umlageverfahren wird durch eine verpflichtende kapitalgedeckte Säule ergänzt.

Grabner: Ob dieses Modell oder ein anderes. Wesentlich ist aus unserer Sicht, dass vier Prinzipien bei Reformschritten für ein zukunftsorientiertes Pensionssystem beachtet werden:

  1. Gewährleistung einer adäquaten sozialen Absicherung im Alter
  2. Verwirklichung höchstmöglicher Leistungsgerechtigkeit
  3. Transparenz des Pensionssystems
  4. Finanzielle Nachhaltigkeit

Das Modell wurde bereits 2010 von Eco Austria im Auftrag der JI erstellt! http://www.jungeindustrie.at/dokumente/4/PensionenZukunft_final.pdf