Thema JI-Bund

03.11.2017

Raunz nicht – mach was!

Sich über den Zustand der Politik, die Reformunwilligkeit im Land oder die fehlende Generationengerechtigkeit in Österreich zu ärgern, reicht nicht. Jeder muss bereit sein, seinen Beitrag zu leisten!

JI-Bundesvorsitzender Andreas Wimmer (Copyright: Foto Franz Neumayr/Susi Berger)

Ein Wiener Kabarettist meinte einmal, das Selbstverständnis der Wiener sei am besten mit dem Satz „Was raunzt, bin ich!“ zusammengefasst – angesichts der oftmals recht fruchtlosen Selbstbeschäftigung der heimischen Politik gerade in der Bundeshauptstadt mehr als verständlich. Wer schimpft nicht gerne auf „die Politik“ – aber schimpfen alleine reicht nicht!

Der Veränderungswille der Menschen ist spürbar stärker denn je – man müsste ihnen nur das richtige Angebot machen. Ob der diesjährige Wahlkampf da inhaltlich etwas geboten hat, mag jeder selbst entscheiden. Hauptsache, vorbei.

Egal wie das Ergebnis der Wahl sein wird, die Selbstbeschäftigung muss ein Ende haben. Aber: Es müssen auch wir Wähler unsere Komfortzone verlassen. Wer Veränderungen will, muss aktiv dazu beitragen! Es gibt genug Möglichkeiten, ob auf lokaler Ebene in der Politik, in Vereinen, bei der Freiwilligenarbeit, etc.

Das ist mein Selbstverständnis. Wenn ich morgens die Zeitung lese, möchte ich oft einfach nur… Aber hilft nichts, wir alle leben ja gerne in diesem schönen Land. Also versuchen wir doch gemeinsam, konstruktiv und eben aktiv zu bleiben. Das ist ein Hauptgrund für mein Engagement in der JI.

Die JI ist klein – aber wir haben mehr Freiheiten, als andere Organisationen. Wir dürfen innovative Wege ausprobieren, Denkverbote und Tabus missachten. Das ist unsere Stärke. Das heißt aber auch, dass ich als neuer Bundesvorsitzender alle Mitglieder fordern werde: Wenn wir ein Katalysator von Veränderung sein wollen, muss jeder von uns seinen Part dazu beitragen!

Und das ist es auch, was die JI ausmacht: Wir alle haben Jobs, Familie und anderwärtige Verpflichtungen – es ist nicht selbstverständlich, dass man sich dann auch noch für die JI engagiert. Daher möchte ich auch als allererstes den Mitgliedern danken: Danke für Eure aktive Mitarbeit, Eure Ideen und Anregungen. Gerade bei der Bundestagung in Salzburg durfte ich wieder einmal erleben, wie viel gestalterisches und intellektuelles Potenzial in unserer Organisation steckt!

Danken möchte ich auch der IV: Es ist in anderen Organisationen nicht üblich, dass Präsidenten und Generalsekretäre bzw. Geschäftsführer so deutlich hinter ihren jüngeren Teilorganisationen stehen. Danke daher der gesamten IV-Bundesorganisation sowie allen Landesgruppen!

Last but not least möchte ich meinen ersten Kommentar an dieser Stelle dazu nutzen, um Therese Niss zu danken: Liebe Therese, Du hast in acht Jahren die JI nachhaltig geprägt, hast sie innerhalb und außerhalb der IV sichtbarer und durchsetzungsfähiger gemacht. Du hast viele unterschiedliche, neue Impulse gegeben, von „verrückten“ Experimenten wie „Birdbase“ bis hin zu konkreten Projekten wie „Technik kinderleicht!“. Du hast die Latte hochgelegt – danke dafür, ich nehme die Herausforderung gerne an!

Herzlichst,
Andi Wimmer