Thema JI-Bund

06.10.2017

Junge Industrie: Andreas Wimmer neuer Bundesvorsitzender

Niss: Nicht nur ärgern, selber anpacken! – Wimmer: Chance auf Veränderung groß wie nie – Dynamik für Reformen nutzen

JI-Bundesvorsitzender Andreas Wimmer (Copyright: Foto Franz Neumayr/Susi Berger)

Therese Niss, Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI) seit 2009, hat gestern, Donnerstag, im Rahmen einer Sitzung des JI-Bundesvorstandes ihre Funktion zur Verfügung gestellt. Zum neuen Bundesvorsitzenden wurde ihr bisheriger Stellvertreter Andreas Wimmer, der von 2011-2015 die JI-Salzburg als Landesvorsitzender leitete, gewählt. „Es ist an der Zeit, die Stafette zu übergeben“, so Niss. Sie sei der JI dankbar für spannende und auch erfolgreiche Jahre: „Wir konnten das Thema der in Österreich fehlenden Generationengerechtigkeit von verschiedenen Gesichtspunkten her beleuchten – das Pensionsthema ist ja leider nur eines von vielen. Es ist mittlerweile jedem klar, dass sich etwas ändern muss: Die Jungen kommen doppelt unter die Räder, der fehlenden Nachhaltigkeit unserer Staatsfinanzen und somit der steigenden Verschuldung, die die Jungen werden schulten müssen, steht chronischer Geldmangel für die wichtigsten Zukunftsinvestitionen wie Aus- und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung sowie Innovation gegenüber. Das ist kein Erfolgsrezept für die Zukunft“, so Niss. Umso erfreulicher sei es, dass die JI „mit ‚Technik kinderleicht‘ einen konkreten und nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der frühkindlichen Bildung in Österreich leistet“, so Niss in einer kurzen Bilanz.

Ihr Dank gelte „allen Funktionären und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Industriellenvereinigung und Junger Industrie, dem ehemaligen IV-Präsidenten Veit Sorger sowie dem aktuellen Präsidenten Georg Kapsch. Mit ihnen sowie mit IV-Generalsekretär Christoph Neumayer hatte und hat die JI immer die volle Unterstützung der IV genossen“, wie Niss ausführte. Ihr Learning aus den Jahren an der Spitze der JI sei, „dass es nicht ausreicht, immer nur über die Politik und den Stillstand in Österreich zu mosern, man muss schon auch bereit sein, selber anzupacken, selber in die Debatte einzusteigen. Gerade die Jüngeren müssten dies dringend tun“, so Niss.

Zukunft aktiv mitgestalten

Andreas Wimmer dankte seinerseits Therese Niss für ihren Einsatz, zudem „bin ich derselben Meinung: Nur immer fordern, nur kritisieren reicht nicht. Wir wollen eine bessere Zukunft für uns und unsere Kinder – dann müssen wir aber auch bereit sein, diese selber zu gestalten“, so Wimmer. Dies gelte damit natürlich auch für die Mitglieder der Jungen Industrie selbst: „Wir sind vor allem Unternehmer – wir fragen nicht, was jemand für uns tun kann – wir wollen selber gestalten. Diesen Gestaltungswillen sollten wir nicht nur in unseren Unternehmen sondern auch in der öffentlichen Diskussion, in der Auseinandersetzung mit Politik, Sozialpartnern oder anderen österreichischen Institutionen täglich beweisen.“

In diesem Sinne seien die JI-Mitglieder auch im Rahmen der aktuell in Salzburg stattfindenden Bundestagung 2017 gefordert: „Die Inhalte, die wir hier gemeinsam erarbeiten werden, sind mein Arbeitsauftrag für die kommenden Jahre“, wie Wimmer erklärte. Selten seien die Chancen auf Veränderung so groß gewesen wie aktuell, wie der neue Bundesvorsitzende ausführte: „Die Menschen wollen Veränderungen, haben genug vom immer Gleichen. Diese Aufbruchsstimmung gilt es zu nutzen und in konkrete Reformen in und für Österreich umzusetzen.“ Dabei wird Andreas Wimmer vom Bundesgeschäftsführer Martin Amor unterstützt werden.