Thema JI-Bund

12.08.2016

Junge Industrie: Zugangsbeschränkungen an Universitäten zwar sinnvoll, aber MINT-Fächer fördern

JI-Vorsitzende Niss: Notwendigkeit von Zugangsbeschränkungen auf verfehlte Uni-Politik der Vergangenheit zurückzuführen – Förderung von MINT-Fächern für Standort in Zeiten der Digitalisierung dringend notwednig

JI-Bundesvorsitzende Therese Niss

„Als billige Polemik und politische Kleingeldmacherei“ beurteilte die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Dr. Therese Niss, die aktuelle Aufregung um Zugangsbeschränkungen an der TU-Wien: „Zugangsbeschränkungen sind leider notwendig und sinnvoll – nachdem wir Jahrelang aus ideologischer Verblendung den falschen Mythos des ‚freien Hochschulzugangs‘ aufrechterhalten haben.“ Jetzt seitens der Regierungsparteien die TU zu kritisieren, weil sie eine Maßnahme nutze, die ihr die Regierung zu Recht eingeräumt habe, sei „reiner Populismus. Es liegt an der Politik stattdessen für eine ausreichende Finanzierung für die Universitäten aber auch FHs zu sorgen. Denn natürlich brauchen wir für den Standort vor allem auch die Absolventen der MINT-Fächer – hier sollte sich die Politik dringend darum kümmern. Denn gerade mit dem Blick auf die fortschreitende Digitalisierung brauchen wir hier mehr bestausgebildete Absolventen. Ansonsten werden wir unserer Wettbewerbsfähigkeit als Standort noch schneller einbüßen, als es aktuell ohnehin bereits passiert“, so Niss. Die aktuelle Polemik sei in diesem Sinne eine Themenverfehlung: „Anstatt die TU an den Pranger zu stellen sollten die Parteien ihre eigene Hochschulpolitik der Vergangenheit kritisch hinterfragen.“ In naher Zukunft brauche es eine Gesamtstrategie für den österreichischen Hochschulraum, so Niss: „Dies muss einerseits eine moderne Studienplatzfinanzierung beinhalten, aber sicher auch mehr Flexibilität der Studierenden bei der Wahl des Studienorts.“