Thema JI-Bund

14.06.2017

Junge Industrie: Studienplatzfinanzierung ist auch Standortsicherung!

JI-Vorsitzende Niss: Universitäten auf internationales Niveau bringen – Qualifikation als Schlüssel für erfolgreiche Zukunft – Finanzierungssicherheit für Bildung

Universität Wien

„Es scheint, als wäre der heimischen Politik die Zukunft der jungen Menschen offenbar herzlich egal und das parlamentarische Laientheater bietet auch noch eine Bühne dafür. Die heimischen Universitäten verlieren ständig an Boden und trotzdem werden dringend benötige Maßnahmen, die auch schon am Tisch liegen, einfach nicht umgesetzt“, so Dr. Therese Niss, Bundesvorsitzende der Jungen Industrie. Die Zukunft des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes darf nicht aufgrund politischer Taktik auf Spiel gesetzt werden. Der Erfolg eines Unternehmens basiert nämlich in großem Maße auf der Qualifikation seiner Mitarbeiter. „Ein Unternehmen ist nur so gut wie seine Mitarbeiter. Bekommen wir die bestausgebildeten Kräfte, haben wir die besten Chancen, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Sinkt das Ausbildungsniveau weiterhin, werden wir bald noch größere Schwierigkeiten bekommen, die offenen Stellen, vor allem im MINT-Bereich, zu besetzen“, so Niss.

Update für die Bildung

Wenn die Schulen und Universitäten nicht bald ein Update erfahren, wird die Qualität der Ausbildung in Folge rasant sinken und somit die Zukunft des Standortes gefährden. Die im Raum stehende Studienplatzfinanzierung darf jetzt nicht auf Kosten des Wahlkampfgeplänkels scheitern. Steigende Studierendenzahlen und schlechte Betreuungsrelationen stellen die Unis vor große Herausforderungen. Wer in Österreich studiert hat, kennt die Problematik – einige wenige beliebte Massenfächer sind restlos überfüllt und die Studierenden werden durch schlechte Betreuungsquoten oft am Weiterkommen gehindert. Ein neues Finanzierungssystem, zusätzliches Budget und Zugangsregelungen für Massenfächer wären angebracht, um die Unis weiterzubringen. „Welcher Professor kennt an der WU die Namen seiner Studierenden? Erst wenn wir dort angekommen sind, kann unser Uni-System langsam im internationalen Vergleich bestehen – und das muss das Ziel sein“, Niss abschließend.