Thema JI-Bund

10.03.2017

Junge Industrie: Frühpensionsmöglichkeiten sofort komplett streichen

JI-Vorsitzende Niss: Pensionen müssen zurück auf die politische Agenda – Strukturelle Probleme wurden bisher noch gar nicht angegangen

JI-Bundesvorsitzende Therese Niss

„Seit vielen Jahren fordern wir – wie auch zahlreiche nationale und internationale Organisationen – dringend strukturelle Pensionsreformen in Österreich ein. Wir leisten uns nach wie vor ein viel zu teures und viel zu großzügiges System. Alle Frühpensionsmöglichkeiten müssen sofort gestrichen werden, ohne Wenn und Aber“, so die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Dr. Therese Niss: „Wenn das Sozialministerium, angesichts des erneuten Anstiegs bei den Frühpensionen, weiter darauf beharrt, dass die ‚Reformen wirken‘ würden – dann kann man das nur als blanken Hohn verstehen. Bei den Beamten gehen überhaupt gleich zwei Drittel in die Frühpension. Das ist angesichts ständiger Budgetknappheit bei wichtigen Zukunftsthemen wie Bildung und Familien ein deutliches Zeichen mangelnder Nachhaltigkeit“, so die Vorsitzende.

Last but not least sei es „ärgerlich, dass beim Antrittsalter nach wie vor versucht wird, die Zahlen schönzureden, indem einfach die Statistik im Bereich der Invaliditätspensionen geschönt wird“, so Niss. Die Regierung müsse endlich eingestehen, dass die bisherigen Maßnahmen im Pensionsbereich nicht ausreichen, so Niss: „Die Pensionen müssen zurück auf die politische Agenda, weder beim ‚Plan A‘ noch beim neuen Regierungsprogramm spielen sie die zentrale Rolle, die ihnen zukommt. Strukturelle Reformen wurden seit Jahren nicht einmal mehr versucht, kosmetisches Gedrehe an einzelnen Stellschrauben reicht aber nicht mehr.“