Thema JI-Bund

20.10.2017

Junge Industrie fordert rasche Regierungsbildung und Aussetzung der Parteienförderung für zwei Jahre

JI-Vorsitzender Wimmer: Würde „Wahlzuckerl“ zumindest teilweise finanzieren – Wunsch der Menschen nach Veränderungen endlich für strukturelle Reformen nutzen

JI-Bundesvorsitzender Andreas Wimmer (Copyright: Foto Franz Neumayr/Susi Berger)

„Im Wahlkampf wurden wieder einmal eifrig ‚Wahlzuckerl‘ verteilt und 450 Mio. Euro einfach verschleudert. Das sollen die Parteien bitte aus der eigenen, vom Steuerzahler prall gefüllten Tasche zahlen. Wenn die ohnehin völlig überhöhte Parteienförderung für zwei Jahre ausgesetzt würde, wäre zumindest ein Teil der Kosten abgedeckt“, so der Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Andreas Wimmer. Jedenfalls sei erfreulich, dass „dieser oft auch sehr unangenehme Wahlkampf nun sein offizielles Ende gefunden hat. Veränderung, neuer Stil. Diese Botschaften haben verfangen, hier muss man Sebastian Kurz ganz klar gratulieren. Nun müssen diesen Worten aber auch die entsprechenden Taten folgen – und zwar lieber früher als später“, so Wimmer, der eine möglichst rasche Regierungsbildung forderte.

Der Wunsch der Menschen nach Veränderung sei deutlich spürbar, nun gelte es, „diesen Veränderungswillen auch zu nutzen. Österreichs muss endlich im 21. Jahrhundert ankommen. Bei allem Stolz auf unsere Geschichte kann es doch nicht sein, dass die Grundlagen manch unserer Strukturen, wie etwa im Bildungsbereich, noch aus der Zeit Maria Theresias stammen. Da gehört einiges längst ins Museum“, so Wimmer. Prinzipiell müsse nun endlich das Prinzip der Nachhaltigkeit von der Politik ernst genommen werden: „Wir leben nach wie vor über unseren Möglichkeiten, häufen Schulden über Schulden. Österreich muss jedes Jahr einen Überschuss erzielen, und das über Jahrzehnte, alles andere ist unfair den Jungen gegenüber“, so der Bundesvorsitzende.