Thema JI-Bund

28.02.2017

Junge Industrie: Europa muss Krise zu neuem Aufbruch nutzen

JI-Vorsitzende Niss: Europa bleibt bester Garant für sichere Zukunft – Europa muss sich auf Kernaufgaben konzentrieren – Nationalstaaten in der Pflicht

Als „einen begrüßenswerten Ansatz und wichtigen Beitrag zur Debatte über die Zukunft der EU“ bezeichnete die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Dr. Therese Niss, die heute, Dienstag, vorgestellten Grundsatzüberlegungen zu Europa von Außenminister Sebastian Kurz. „Europa kann nur gemeinsam in der Welt erfolgreich sein – umso erfreulicher, dass dieses wichtige Zukunftsthema nun endlich auch in Österreich von jemandem positiv besetzt wird. Denn die EU bleibt der beste Garant für eine sichere und erfolgreiche Zukunft für Österreich“, so die Bundesvorsitzende deutlich. Es sei aber eben auch klar, dass sich Europa stärker auf bestimmte Kernaufgaben konzentrieren müsse, wie Niss ausführte: „Die Menschen verstehen zu recht nicht wirklich, warum sich die EU um Gurkenkrümmungen und Ölfässchen kümmern muss. Wie wichtig in der heutigen Zeit die Themen gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik oder auch der gemeinsame Grenzschutz sind, versteht hingegen jeder. Auch im Bereich der Wettbewerbsfähigkeit und damit Jobs und Wohlstand brauchen wir die EU – gerade in Österreich sollte dies unbestritten sein!“

Das Wichtigste sei aber sicherlich auch, so die Bundesvorsitzende, dass bezüglich der Zukunft der EU „allen voran die Mitgliedstaaten in die Pflicht zu nehmen sind. Es ist einfach und billig, alles Negative auf ‚die in Brüssel‘ zu schieben. Das ist aber auch schlicht eine reine Wählertäuschung: Wir alle sind Brüssel, ohne oder gegen die Mitgliedstaaten geht in Brüssel sowieso nichts. Dies muss man den Menschen aber eben auch erklären“, so Niss. In diesem Sinne seien entsprechende Initiativen seitens Außenminister Kurz auch sicherlich voll zu unterstützen, es werde „aber noch mehr brauchen: Europa muss von Schulzeiten an zu einem normalen Teil des Alltags jedes Österreichers werden“, so die Bundesvorsitzende.