Thema JI-Bund

08.05.2017

Junge Industrie: Europa ist keine Selbstverständlichkeit!

JI-Vorsitzende Niss: Schlagkräftige EU als Sicherheits- und Wohlstandsgarant – Europa wieder in die Herzen bringen – Wertschätzung für EU erhöhen

„Mit dem Wahlsieg Emmanuel Macrons scheint es, als würde ein proeuropäischer Ruck durch die EU gehen. Der Sieg zeigt zumindest, dass ein klares Bekenntnis zu Europa immer noch Unterstützung bei den Bürgerinnen und Bürgern findet. Dieser aktuelle positive Pro-EU Spirit darf keine Eintagsfliege sein und muss vor allem bei den jüngeren Generationen wieder in die Herzen gelangen“, so Dr. Therese Niss, Bundesvorsitzende der Jungen Industrie anlässlich des Europatages am 9. Mai. Um die Zukunft der europäischen Einigung zu sichern, muss jedoch alles darangesetzt werden, die EU entschlossen und geschlossen weiterzuentwickeln. So müssen auch die Probleme und Sorgen der Bevölkerung Gehör finden. Das heißt, dass auch die gemeinsame Bewältigung der Flüchtlingsströme und die Verbesserung der Außen- und Sicherheitspolitik sowie Verteidigungspolitik im Fokus stehen müssen. Die Aufwertung von Frontex oder bessere Verzahnung der Verteidigungspolitik sind erste Schritte, die jedoch nicht reichen werden. Europa muss mit EINER Stimme sprechen um sich in einer globalisierten Welt auch durchsetzen zu können. „Es fehlt an gemeinsamen europäischen Antworten auf die aktuellen Krisen. Die EU muss sich auf ihre Stärken besinnen und fit für die Zukunft gemacht werden. Mehr EU, dort wo es Sinn macht und Kompetenzen abgeben, wo die Nationalstaaten auch selbstständig stark sein können“, so Niss.

Wettbewergsfähigkeit als Wohlstandsgarantie 

Traditionell wird am Europatag auf die europäische Einigung zurückgeblickt. Für ein kleines Land, wie Österreich, ist eine starke und schlagkräftige EU die einzige Chance, im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Die EU ist nicht nur Sicherheits- sondern auch Wohlstandsgarant für Österreich, vor allem vor dem Hintergrund der Globalisierung. Die EU ist als Wirtschaftsprojekt entstanden, weshalb die gemeinsame Wirtschaftspolitik im zentralen Mittelpunkt stehen muss. First things first - die Vollendung des Binnenmarkts –- und der freie Handel sind Grundvoraussetzung um die Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren und zu verbessern. Der Abschluss von weiteren Freihandelsabkommen der Union muss forciert werden, da eine belebte Wirtschaft auch als Garantie für Arbeitsplätze, Wohlstand und Sicherheit zählt. „Die Bedeutung Europas sollte bereits jeder Schülerin oder Schüler klargemacht werden, um anti-europäische Haltungen oder Entscheidungen, wie den Brexit zu vermeiden. In einem Land ohne Krieg aufzuwachsen, ist nicht selbstverständlich – auch in Europa nicht. Nur wer sich bewusst ist, wie wichtig die EU für einen selbst ist, wird sich auch dafür einsetzen“, meint Niss abschließend.