Thema JI-Bund

07.06.2016

Junge Industrie: Digitalisierung als Chance sehen

JI-Niss: Bildungssystem muss auf Digitalisierung vorbereitet werden – Gemeinsame Anstrengungen für den Standort notwendig – Arbeitsplätze schaffen, nicht zerstören

„Die zunehmende Digitalisierung unserer industriellen Produktion ist eine Chance für unsere Gesellschaft, vor der wir uns nicht verschließen können", so die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Dr. Therese Niss: „Uns ist bewusst, dass Industrie 4.0 eine große Herausforderung für den Wirtschaftsstandort bedeutet und nur in gemeinsamer Anstrengung aller Beteiligten bewältigt werden kann. Die Digitalisierung ermöglicht produzierenden Unternehmen ganz neue Möglichkeiten, Produkte und Lösungen schnell und effizient zu entwickeln und zu fertigen. Wir sollten uns darauf fokussieren, wie wir mit einer vorausschauenden Standortpolitik die Arbeitsplätze der Zukunft schaffen können. Die richtige Antwort darauf kann nur Bildung und Qualifikation heißen!“

Durch Industrie 4.0 würden neue Berufsfelder entstehen, wo besonders IT- und naturwissenschaftlich-technische Kompetenzen sowie interdisziplinäres Wissen gefragt sein werden. „Die frühzeitige Förderung von Kindern im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik), die Forcierung des Bildungssystems auf digitale Kompetenzen sowie die Stärkung des Technologie-Know-Hows in Österreich müssen nun Priorität haben“, so Niss: „Wir müssen insbesondere die Pädagoginnen und Pädagogen in diesen Bereichen unterstützen und zukunftsfit machen.“ Kontraproduktiv unter diesem Blickwinkel sieht die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie die Diskussion über neue Steuern, wie etwa die Wertschöpfungsabgabe. „Damit stellen wir uns gegen den fortschreitenden Technologiewandel, konterkarieren Innovation und Wachstum und damit die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen.“