Thema JI-Bund

15.03.2018

Junge Industrie-Appell an Regierung: Bei Pensionen bitte keine Denkverbote

JI-Vorsitzender-Stv. Griller: Probleme zu ignorieren, weil „es nicht im Regierungsprogramm steht“, ist kurzsichtig – Jedes vergeudete Jahr macht echte Reformen noch schwieriger

Nikolaus Griller

„Wir appellieren an die Bundesregierung, gerade im Bereich der Pensionspolitik keine Denkverbote a priori zu verhängen, nur, weil ‚es nicht im Regierungsprogramm steht‘“, so der stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Nikolaus Griller, in Reaktion auf entsprechende Aussagen seitens Bundesministerin Beate Hartinger-Klein. „Bei allem Verständnis dafür, dass im Regierungsprogramm enthaltene Projekte Priorität haben mögen: Die Lösung einer der größten Baustellen Österreichs mit dieser Argumentation von vorneherein auszuschließen, ist kurzsichtig.“

Aktuell seien die Zahlen zwar relativ gesehen „besser“ – aber „man sollte sich nicht auf der aktuell guten Konjunktur ausruhen und (wieder einmal) behaupten, alles sei gut.“ Österreich gebe noch immer viel zu viel Geld für das Pensionssystem aus. Die demografische Entwicklung werde zudem unweigerlich für einen weiteren Kostenanstieg sorgen, so Griller: „Schon richtig: die Pensionen sind finanziell gesichert – durch eine nicht nachhaltige Budgetpolitik und damit Verschuldung. Das sehen und kritisieren alle internationalen Institutionen, von der EU bis zur OECD, nur in Österreich stecken wir weiter den Kopf in den Sand. Das ist irrsinnig – jedes vergeudete Jahr wird es noch schwerer machen, echte Pensionsreformen hinzubekommen.“