Thema JI-Bund

10.11.2017

Junge Industrie: 30 Jahre Erfolgsgeschichte mit Europa

JI unter Bundesvorsitzendem Christoph Leitl war als erste Organisation für Vollbeitritt Österreichs zur EG – JI-Vorsitzender Wimmer: Beitritt Österreichs war Beispiel für funktionierende Sozialpartnerschaft

„Von der heimischen Politik wird die EU leider oft nur als beliebter Fußabtreter verwendet – alles ‚Schlechte‘ kommt ja bekanntlich von ‚denen aus Brüssel‘. Dieser Haltung werden wir immer widersprechen – denn die JI war und bleibt, bei aller berechtigten Kritik, ein glühender Unterstützer der Idee der europäischen Einigung“, so der Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Andreas Wimmer. Die JI war die erste österreichische Organisation, die sich klar für einen Vollbeitritt Österreichs zu Europäischen Gemeinschaft (EG) ausgesprochen hatte. „Der nunmehrige WKÖ-Präsident Christoph Leitl war der erste, der heute vor dreißig Jahren, am 10.11.1987 im Rahmen der Bundestagung in Linz öffentlich den Vollbeitritt Österreichs zu EG gefordert hat. Bis heute gebührt ihm Dankbarkeit dafür“, so Wimmer. Die JI musste damals auch in der IV selbst noch interne Widersprüche überwinden, was dank der Unterstützung von IV-Präsident Christian Beurle auch gelang. „Die Vernunft hat sich schrittweise zum Glück bei allen durchgesetzt. Wir wissen heute, dass kaum ein Land so stark vom Prozess der europäischen Einigung profitiert hat wie Österreich“, wie Wimmer betonte.

Für die JI sei es daher ein Grundprinzip, sich für die weitere Integration Europas auszusprechen: „Wir brauchen gerade in global turbulenten Zeiten Europa – und zwar mehr und nicht weniger. Europa muss sich um die großen Fragen kümmern – dazu braucht es Reformen. Aber ein Zurückdrehen des bisher Erreichten darf es nicht geben“, so Wimmer. Gerade die damaligen Jahre hätten zudem gezeigt, welchen Wert eine gelebte, echte Sozialpartnerschaft haben könnte, wie Wimmer ausführte: „Damals waren viele in Österreich skeptisch. Industriellenvereinigung und ÖGB haben gemeinsam eine lange und breit angelegte Informationskampagne in den Betrieben gefahren, die einen merklichen Meinungsumschwung bei vielen verursacht hat. Europa war und ist zu wichtig für kleinliches, politisches Hick-Hack.“