Thema JI-Bund

15.11.2016

JI zu Pensionspaket: Reformen bitte warten – „Wahlzuckerl“ für Pensionisten abzulehnen!

Bundesvorsitzende Niss: Paket bringt nichts außer Mehrkosten – Umstellung auf beitragsorientiertes System bleibt Ziel

„Einmal mehr heißt es also bezüglich Pensionsreformen: Bitte warten. So weit, so wenig Neues. Umso mehr muss jetzt klar sein: Es darf keine Wahlzuckerl für Pensionisten geben. Zumindest diesbezüglich muss die Bundesregierung gegenüber den Seniorenvertretern hart bleiben, alles andere wäre eine Frechheit den jüngeren Generationen gegenüber“, so die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Dr. Therese Niss, zum heute, Dienstag, beschlossenen Pensionspaket. „Dieses Paket bringt Mehrkosten – sonst nichts.“ Gleichzeitig fehle für Familien, Bildung und ganz allgemein für die Zukunft hinten und vorne das Geld. Da bereite es Kopfzerbrechen, dass das Thema Einmalzahlung noch immer nicht vom Tisch sei. „Noch mehr Mehrkosten sind wirklich inakzeptabel!“, so Niss, die daher einmal mehr die Forderungen der Seniorenorganisationen nach Einmalzahlungen oder außertourlichen Erhöhungen ablehnte.

Damit würden die notwendigen strukturellen Reformen im Pensionsbereich – von einer früheren Anpassung des Frauenpensionsalters, einer weiteren Einschränkung von Frühpensionsmöglichkeiten sowie vor allem die Einführung eines echten Nachhaltigkeitsmechanismus – „einmal mehr aufgeschoben. Diese Themen mögen abgedroschen klingen, bleiben aber die wichtigsten Maßnahmen für mehr Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit“, wie die Bundesvorsitzende kritisierte. Wirklich fair und nachhaltig wäre, so Niss weiter, aber ohnehin nur die „Systemumstellung hin zu einem beitragsorientierten Pensionsmodell. Es wäre sicher besser, diesen Wandel selber aktiv einzuleiten, bis uns die Budgetsituation irgendwann zu wirklich schmerzhaften Einschnitten zwingt“, so Niss.