Thema JI-Bund

04.11.2016

JI zu Pensionisten-Forderungen: Mehrkosten bei Pensionen abzulehnen

JI-Vorsitzende Niss: Vergleich mit Metaller-KV unzulänglich – Kein Beitrag zu Produktionsfortschritt bei Pensionen – Brauchen endlich strukturelle Pensionsreformen

„Jegliche Mehrkosten bei den Pensionen sind prinzipiell abzulehnen. Wir schaffen es seit Jahren nicht, das Pensionsantrittsalter ordentlich zu erhöhen, die Kosten steigen weiter von bereits schwindelerregendem Niveau. Gleichzeitig fehlt hinten und vorne das Geld für wichtige Zukunftsinvestitionen. Angesichts dessen sind andauernde Forderungen der Seniorenorganisationen nach mehr und immer mehr Geld abzulehnen“, so die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Dr. Therese Niss. Der heutige Versuch der Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec, den Abschluss bei den Metaller-KV-Verhandlungen als Richtwert für überzogene Pensionserhöhungs-Forderungen heranzuziehen, sei zudem „allein faktisch falsch. Bei Lohnerhöhungen spielt auch der Produktivitätsfortschritt eine Rolle. Wo ist der Beitrag zur Produktivität bei den Pensionen?“, so Niss.

Anstatt einen immer größeren Anteil am Steuerkuchen zu fordern, sollten auch die Seniorenorganisationen „endlich dafür eintreten, dass unser Pensionssystem wirklich nachhaltig, generationengerecht und damit ‚Enkelfit‘ wird. Der Umstieg auf ein rein beitragsorientiertes System muss das Ziel bleiben“, so die Bundesvorsitzende. Denn auch die aktuellen Bemühungen um Reformen im Pensionsbereich seien „einmal mehr unzureichend“, wie Niss ausführte, denn es sei wieder nicht gelungen, strukturelle Änderungen, wie eine weitere Einschränkung frühzeitiger Pensionsmöglichkeiten, eine raschere Angleichung des gesetzlichen Frauenpensionsalters an jenes der Männer und die Implementierung eines Nachhaltigkeitsmechanismus im Pensionssystem, der die steigende Lebenserwartung automatisch berücksichtigt, auf den Weg zu bringen.