Thema JI-Bund

27.10.2016

JI zu Pensionen: Außer Spesen nix gewesen

JI-Vorsitzende Niss: Paket von BM Stöger löst kein einziges, strukturelles Problem – Kosten steigen ungebremst weiter an – Statt Reformen wurden Mehrausgaben paktiert

Bundesvorsitzende der Jungen Industrie

„Außer Spesen nix gewesen“, so der kurze Kommentar der Bundesvorsitzenden der Jungen Industrie (JI), Dr. Therese Niss, zum Entwurf von Sozialminister Alois Stöger zu Maßnahmen im Pensionsbereich: „Offenbar war man schnell bereit, sich auf Dinge zu einigen, die deutliche Mehrkosten bringen, wie eine erhöhte Ausgleichszulage bei längerer Beitragsdauer. Langfristig notwendige Maßnahmen, wie die Einführung eines echten Nachhaltigkeitsautomatismus sowie die raschere Angleichung des Frauenpensionsalters werden aber einmal mehr aufgeschoben. Dieses Paket löst kein einziges der strukturellen Probleme unseres Pensionssystems“, so das Verdikt der Bundesvorsitzenden. Dabei habe die Pensionskommission auch heute wieder festgestellt, dass die Bundesmittel für Pensionen weiter deutlich steigen: Von rund 10 Mrd. Euro im Jahr 2015 auf bereits über 13 Mrd. Euro im Jahr 2021.

Mehrausgaben seien so oder so „strikt abzulehnen“, so Therese Niss, solange es „uns noch nicht einmal gelungen ist, ein ähnlich hohes Antrittsalter wie in den 70er Jahren zu erreichen. Wir arbeiten noch immer weniger lang, wie damals, verbleiben aber dank längerer Lebenserwartung länger in Pension – jeder weiß, dass das auf Dauer zu Lasten der jüngeren Generationen geht“. Es habe schon seinen Grund, warum „jede internationale Studie der vergangenen Jahre immer wieder Österreich Pensionspolitik, vor allem in Bezug auf die fehlende Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit, kritisiert hat“, so Niss.