JI.W

Industry.Talk mit Michael Tojner

Beim Industry.Talk der Jungen Industrie am 7. Mai 2019 hatten wir Montana-Tech-Components-CEO und Immobilieninvestor Michael Tojner zu Gast.

IT-Tojner

Heumarkt, Genossenschaftswohnungen, B&C-Stiftung – viele von Michael Tojners Projekten finden in letzter Zeit den Weg in die mediale Berichterstattung. Entsprechend groß war das Interesse, als der Investor kürzlich im Haus der Industrie zum Gespräch mit JI-Wien-Vorsitzendem Niki Griller Platz nahm. Tojner leitet mit der Montana Tech Components eine Industriegruppe mit über einer Milliarde Euro Umsatz. Das mache ihn aber nicht zum „Industriellen“, wie er meint. Vielmehr sieht er sich als „industriellen Entrepreneur“. Denn was für ihn – den ehemaligen Venture-Capital-Investor, der seine erste Million Schilling mit Eisständen in Schönbrunn machte – stets im Vordergrund steht, ist Wachstum durch Innovation. Beim Immobiliengeschäft gesellt sich, wie er bemerkte, allerdings noch ein gewisses persönliches Faible für Architektur hinzu.

Neben zahlreichen Anekdoten aus dem Unternehmerfundus gab WU-Professor Tojner den Zuhörern auch einen prägnanten Einblick in seine Überlegungen zur Zukunft des Euros. Dabei verwies er unter anderem darauf, dass der Euro als gemeinsame europäische Währung keine Selbstverständlichkeit ist und auf Dauer nur überleben kann, wenn die Wirtschafts- und Währungsunion durch Maßnahmen wie eine Fiskalunion oder ein gemeinsames Insolvenzregime für Staaten gestärkt wird.

Unternehmertum, Strategie und das Spannungsfeld zwischen Wirtschaft und Politik waren die dominierenden Themen in der Publikumsdiskussion. Fazit: Man wird auch in Zukunft noch einiges von Michael Tojner hören.