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Junge Industrie Steiermark vermisst eine ehrliche und faire Pensionsdebatte im Sinne der Generationengerechtigkeit

Generationengerechtigkeit verlangt Fairness und diese vermissen wir seit Jahren in der Pensionsdebatte. Es wäre fair zu sagen, dass Pensionen hart erarbeitet wurden, aber die eingezahlten Beträge nicht annähernd deckungsgleich mit den ausgezahlten sind.

2019 01 Dominik Santner

Mit 13,8 % des BIP gehören die öffentlichen Ausgaben für Pensionen in Österreich zu den höchsten in der EU. Das Pensionssystem ist zwar sicher, aber nur, weil Jahr für Jahr Milliarden an Steuergelder in das System fließen und der Staat neue Schulden zur Aufrechterhaltung des Pensionssystems in Kauf nimmt. Mittel für Investitionen in Bildung, Forschung, Innovation, und damit in wichtige Zukunftsthemen eines Standorts kommen im Vergleich zu kurz.

Unser Pensionssystem ist nicht nachhaltig. Das Problem ist, dass Anpassungen an die gestiegene Lebenserwartung ausgeblieben sind: Österreich gehört zu den Ländern mit der höchsten Ruhestandsdauer, wir arbeiten kürzer, gehen früher in Pension und erfreuen uns höherer Lebenserwartung. Ein Phänomen, das seit den 1970er Jahren auf das System drückt. Als das ASVG 1956 in Kraft trat, lag das Regelpensionsalter wie heute bei 60 bzw. 65 Jahren. Seitdem ist jedoch die Lebenserwartung angestiegen (Frauen +13 Jahre; Männer +14 Jahre).

Diesen Entwicklungen angepasst zu handeln wäre fair, generationengerecht und ist vor allem höchst an der Zeit.

Dominik Santner,
Vorsitzender JI Steiermark