JI.Sbg

Ein Familienunternehmen und die Welt von morgen

Ende Februar traf sich die Junge Industrie Salzburg zum ersten industry.talk im neuen Jahr. Beim bewährten JI-Format haben die Mitglieder die Chance bei entspannter Atmosphäre mit ausgewählten Gästen über interessante Fragestellungen zu diskutieren und sich wertvolle Tipps für ihr eigenes Unternehmen zu holen. Diesmal war der CEO der Palfinger AG, Herr Ing. Andreas Klauser zu Gast.

Usner & Klausner

Das 1932 gegründete Unternehmen Palfinger ist vor allem für seine „Lifting Solutions“ bekannt, vorrangig bei Nutzfahrzeugen, Schiffen aber auch stationären Einrichtungen. Der Sitz der Firma befindet sich in Bergheim bei Salzburg, und verfügt weltweit über 33 Fertigungs- und Montagestandorte. Mit über 5.000 Vertriebs- und Servicestützpunkten ist Palfinger immer nahe am Kunden. Insgesamt werden mehr als 95 Prozent der Produkte in mehr als 130 Länder exportiert. Die börsennotierte Palfinger Gruppe befindet sich zu 56,6 Prozent in Familienbesitz.

Für den Palfinger-CEO sehe man sich als multinationales Unternehmen mit diversen Herausforderungen konfrontiert, das beginne bei der Arbeitsmoral. Es gilt, diese beim Geschäftspartner zu erkennen und sich dem anzupassen, aber dabei die Loyalität zur eigenen Moral und Arbeitsweise nicht zu verlieren. In Europa, so Ing. Klauser, geht es hierbei vor allem und die Eigenverantwortung. Man müsse versuchen, verschiedene Ansichten und Eigenschaften zusammenzuführen, denn nur so könne Neues entstehen.

Die Multinationalität spiegelt sich auch bei den Mitarbeitern des Konzerns wider, denn durch das Zusammentreffen der verschiedenen Nationen und Kulturen bleibe das Mindset des Unternehmens in Bewegung. Bewusste Reibung zwischen den Funktionen und die sich dadurch entwickelnden Herausforderungen bewirken Diskussionen, die das Unternehmen weiterbringen können. „Diskussionen mit respektvollem Umgang -  so gelingt Fortschritt“, betont Klauser, „das Unternehmen darf nie stillstehen, denn Stillstand ist ein Rückschritt.“ Wichtig sei es auch, die Balance zu finden - zwischen Wohlfühlambiente im Unternehmen und der Challenge zwischen den Mitarbeitern, dann bleibe alles in Bewegung.

Österreich müsse über die Grenzen hinausdenken und auch sprichwörtlich wandern, so gehen viele Mitarbeiter ins Ausland, zum Beispiel nach Argentinien. „Europa muss erwachsen werden“, betonte Klauser, mit dem Hinweis, dass man sich nicht mehr darauf verlassen kann, dass andere Länder die Pionierrolle einnehmen, sondern dass Europa und auch Österreich etwas wagen müssen, um am Markt erfolgreich zu bleiben. Ansonsten würden die USA oder Asien früher als man denkt die Rechnung servieren. Deshalb ist es auch wichtig, dass man sich dem Thema der Digitalisierung annimmt und versucht, diese effektiv und effizient einzusetzen. Artificial Intelligence (AI) wird immer wichtiger und kann - sinnvoll eingesetzt - eine ungeheure Erleichterung im Unternehmen sein. Für Klauser ist wichtig sich zu fragen: „Was braucht die Welt von morgen? Und viel wichtiger: wie können wir jetzt schon anfangen an Lösungen zu arbeiten?“

 

Über Palfinger:
Die Palfinger AG ist ein österreichischer börsennotierter Hersteller von hydraulischen Hebe- und Ladevorrichtungen und vor allem bekannt für die auf Lkw montierten Krane mit Knickarm. Mit diesem Produkt ist das Unternehmen mit knapp 150 Modellen und einem Marktanteil von 35 Prozent Weltmarktführer.