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AM WEG ZUM 5-STERNE-INDUSTRIELAND

IV-Kärnten-Präsident Timo Springer präsentierte der Jungen Industrie die Roadmap, wie Kärnten zu einem der wachstumsstärksten Bundesländer werden soll. Intensive Diskussion darüber, wie realistisch eine klimaneutrale Industrie bis 2040 ist.  

Springer Lustgarten

Kärnten solle zum 5-Sterne-Industrie- und Technologieland in Österreich und darüber hinaus werden. Ehrgeiziges Ziel der von der IV-Kärnten entwickelten Roadmap sei es, bis 2024 eines der drei wachstumsstärksten Bundesländer zu werden. Das Programm zeige, wo die aktuellen Herausforderungen und Probleme in Kärnten liegen und, noch wichtiger, welche Maßnahmen gesetzt werden müssen, um Kärnten zu einem wesentlichen 5-Sterne-Industriestandort zu entwickeln. IV-Kärnten-Präsident Timo Springer sprach im Rahmen einer JI-Veranstaltung im Klagenfurter „Lustgarten“ die wesentlichsten Punkte an, die man dafür umsetzen müsse. „Wir haben Nachholbedarf in den Bereichen Infrastruktur- und Bildungspolitik, Innovation und Image der Industrie“, meint Springer. Der Industriestandort müsse gestärkt und breiter aufgestellt und das gute Image der Industrie sichtbar gemacht werden. Kärntens Forschung hänge aktuell an zu wenigen Leitbetrieben, „es gibt zu wenige forschende und entwickelnde Einheiten“, so Springer. Wichtig sei es außerdem, dass sich Industrieunternehmen entlang der Wertschöpfungsketten um diese Leitbetriebe herum ansiedeln, miteinander kooperieren und sich vernetzen – und das nach Möglichkeit in wachsenden Schlüsselbranchen.

Green Deal: es fehlt uns die Zeit 
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Ein spannender und aktueller Diskussionspunkt war vor allem der Themenkomplex Energie, Klima und Green Deal. Ein Unternehmen CO2-neutral zu bekommen, sei eine große Herausforderung: „Die Themen Energie und Klima beißen sich. Es fehlen die Technologien und die Ideen, die es in Zukunft ermöglichen könnten, bis 2040 CO2-neutral zu werden“, ist Springer überzeugt. „Wie soll das ohne die dafür notwendigen Technologien gelingen?“ Das Verständnis, wo bei steigendem Bedarf die Kapazitäten an elektrischer Energie herkommen sollen, sei nicht vorhanden. Allein eine klimaneutrale Industrie brauche bis 2040 doppelt so viel Strom und grüne Energie wie heute. „Die Industrie ist nicht gegen den Wandel in Richtung Green Deal, aber wir brauchen Augenmaß, Vernunft und Zeit.“, stellt Springer klar.

Springer schloss mit einem Appell: Am Weg zum 5-Sterne-Industrie- und Technologieland müsse Kärnten dringend seine Defizite aufarbeiten. „Wenn die Anforderungen so umgesetzt werden, wie in der Roadmap beschrieben, schaffen wir es, bis 2024 zu einem der wachstumsstärksten Bundesländer zu werden“. Springer fordert daher die Mitglieder der Jungen Industrie auf: „Kommunizieren Sie die Themen, vernetzen Sie sich und lernen Sie voneinander. Versuchen Sie, gute Lösungen zu finden und zu entwickeln“.