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Junge Industrie zu Pensionserhöhung: Munter reitet der Populismus

JI-Vorsitzender Unger: Heimisches Pensionssystem bräuchte echte Reformen statt Wahlzuckerl – Generationengerechtigkeit abgesagt

Matthias Unger, Bundesvorsitzender der Jungen Industrie (© Foto David Schreiber)

Es sei „alle Jahre wieder dasselbe“, so der Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Matthias Unger: „Wenn es um die jährliche Pensionserhöhung geht, reitet in Österreich der chronische Populismus aus. Dass bald Wahlen anstehen, ist sicher nur Zufall.“ In den vergangenen Jahren hätten alle, vor allem aber die Jungen, massiv zurückstecken müssen. In dieser Situation noch mehr Geld für eine Pensionserhöhung deutlich über der Inflationsrate auszugeben, sei einfach nur ärgerlich, so Unger: „Aktuell geben wir bereits 30 Prozent des gesamten Budgets für Pensionszuschüsse aus – 2024 werden es bereits 35 Prozent sein. Unser Pensionssystem braucht echte Reformen, keine Wahlzuckerl.“

Zumal das Pensionssystem ohnehin schon den Schluss nahelege, „in Österreich wurde der Generationengerechtigkeit eine Absage erteilt“, wie der Bundesvorsitzende ausführte: Während der Geburtsjahrgang 1955 z.B. mit einem Steuerzuschuss von 38 Prozent zu seiner „erarbeiteten“ Pension belohnt werde, seien es beim Jahrgang 1979 nur mehr 18 Prozent. Die Jahrgänge zwischen 1972 und 1986 würden die höchsten Einbußen beim Pensionsvermögen hinnehmen müssen. Die JI habe sich immer für ein beitragsorientiertes Pensionssystem, zur Bekämpfung von Altersarmut selbstverständlich mit Ausgleichszulagen, ausgesprochen: „Das wäre transparent, fair und nachhaltig. Zumindest braucht es aber echte Automatismen, um das jährliche, populistische Schaulaufen zu beenden.“