JI.Bund

Junge Industrie zu Pensions-Gutachten: Keine Überraschung, Politikversagen bei Pensionen chronisch

JI-Vorsitzender Unger: Seit Jahren wird von Experten gewarnt, seit Jahren keine echten Reformen – Zukünftige Generationen werden Zeche zahlen

Matthias Unger, Bundesvorsitzender der Jungen Industrie (© Foto David Schreiber)

„Leider überhaupt nicht überrascht“ zeigte sich der Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Matthias Unger, angesichts der neuen mittel- und langfristigen Gutachten der Alterssicherungskommission der Bundesregierung: „Seit nunmehr vielen Jahren warnen Experten aus dem In- und Ausland regelmäßig davor, dass unser Pensionssystem weder nachhaltig noch generationengerecht ist. Seit Jahren wird dennoch eine Reform nicht mal probiert und werden stattdessen ebenso regelmäßig teure Wahlzuckerl verschenkt. Das Politikversagen im Pensionsbereich ist in Österreich chronisch“. Daher fordere die JI, einmal mehr, „echte Automatismen“ im Pensionsbereich, von der jährlichen Anpassung bis zum Antrittsalter, wie Unger betonte: „Die Politik hat immer wieder bewiesen, dass sie unfähig ist, generationenübergreifend verantwortungsvoll zu handeln. Dafür werden die jungen Generationen die Zeche bezahlen müssen.“

Laut den aktuellen Prognosen der Alterssicherungskommission werden bereits 2026 31 Milliarden an Aufwendungen aus dem Bundesbudget für die Pensionen nötig sein – dabei seien bereits die aktuellen Ausgaben mit 24,2 Milliarden Euro viel zu hoch, so der Bundesvorsitzende: „Es ist bezeichnend, dass Kommissionsvorsitzender Walter Pöltner frustriert das Handtuch wirft. Jeder, der in Österreich seit Jahren auf die finanziellen Risiken des Pensionssystems hinweist, muss sich wie Kassandra fühlen. Die Politik tut regelmäßig das genaue Gegenteil von dem, was Experten raten.“ Aus Sicht der JI wäre der Systemwechsel hin zu einem beitragsorientiertem Pensionsmodell die beste Möglichkeit, um für mehr Transparenz und Fairness im Pensionssystem zu sorgen.