JI.Bund

Junge Industrie: Höhere Pensionsanpassung „klar abzulehnen!“

JI-Vorsitzender Wimmer: Drohendes finanzielles Debakel war seit Jahren abzusehen – Jährliche Verhandlungen über Pensionserhöhung „Populismus pur“

JI-Bundesvorsitzender Andreas Wimmer
(Copyright: Foto Franz Neumayr/Susi Berger)

„Angesichts der extremen Kosten durch die Corona-Krise auch noch eine außertourliche, völlig unbegründete, höhere Pensionsanpassung anzudenken, ist vollkommen unverständlich!“, so der Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Andreas Wimmer. Dies umso mehr, als sich laut aktueller, vom „Standard“ zitierter, Prognose der Sozialversicherungen nun die Gefährlichkeit der heimischen Pensionspolitik deutlich offenbare: „Seit vielen Jahren wurde gewarnt, dass das Pensionssystem nicht nachhaltig ist. Auf Pump gebaut wurden einfach phantasievolle Wachstumszahlen auf Jahrzehnte angenommen“, so Wimmer. Nationale und internationale Experten hätten seit Jahren und Jahrzehnten eben darauf hingewiesen. „Jede noch so kleine wirtschaftliche Delle hätte die ohnehin steigenden Kosten explodieren lassen – die aktuelle Krise ist aber alles andere als eine kleine Delle. Die jährlichen Verhandlungen über die Pensionserhöhung waren ohnehin immer purer Populismus – in der aktuellen Situation sind sie unverantwortlich!“

Die JI appelliere daher an die beiden Koalitionsparteien, erstens bei der Pensionsanpassung der Vernunft zu folgen, und zweitens „dringend den Ankündigungen vom Frühjahr, die Nationalratsbeschlüsse zu den Pensionen vom Vorjahr zu revidieren, Taten folgen zu lassen“, wie der Vorsitzende betonte, der etwa auf den regen Zulauf zur „eigentlich längst begrabenen, strukturellen Totsünde Hacklerregelung“ verwies. Neben diesen kurzfristigen Maßnahmen brauche es endlich eine grundlegende Reform des heimischen Systems hin zu mehr Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit, so Wimmer: „Wir brauchen mehr Automatismen. Die Unvernunft mancher in der Politik dürfen wir – Jahr für Jahr – bei der Pensionsanpassungs-Diskussion erleben.“