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Junge Industrie: Elementarpädagogik braucht Investitionsoffensive

Griller: Brauchen dringend mehr ganztätige Angebote, vor allem auch am Land – Bessere Gehälter für PädagogInnen

Niki Griller/JI-Wien

„Österreich braucht im Bereich der Elementarpädagogik unbedingt eine Investitionsoffensive“, so der stv. Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI) Nikolaus Griller aus Anlass des „Tags der Elementarpädagogik“ am 24. Jänner. „Wir wissen aus Studien über die Investitionen der Vergangenheit, dass sich jeder Euro, den wir in den Ausbau elementarpädagogischer Angebote stecken, mehrfach auszahlt. Zudem darf die Gründung einer Familie für niemanden eine zwingende Teilzeitfalle bedeuten. Wer will, soll möglichst früh auch wieder ganztags arbeiten können. Daher sind wir auch klar für einen Rechtsanspruch ab dem ersten Lebensjahr“, so Griller. Gerade am Land sei dies aktuell oft nicht möglich, da es an ganztätigen Angeboten mangle.

Wichtig sei auch die Qualität der pädagogischen Angebote, wie Griller betonte: „Der Kindergarten ist keine reine Betreuung, es ist die erste Bildungsinstitution.“ Hier werde man sich eine hohe Qualität auch etwas kosten lassen müssen. „Wir haben einen Fachkräftemangel bei Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen. Es wäre an der Zeit, diesen wichtigen Beruf attraktiver zu machen. Die Ausbildung und Betreuung unserer Kinder müssen uns das wert sein.“ An Bord holen müsse man zudem die Gemeinden, wie Griller abschließend anmerkte: „Man kann durchaus verstehen, dass manche Gemeinden bei einem solchen Ausbau im elementarpädagogischen Bereich vor allem auch höhere Kosten fürchten. Hier wird man über einen entsprechenden Ausgleich reden müssen, denn die Erträge dieser Investitionen, etwa die Einnahmen durch mehr Beschäftigung, erhalten zunächst nicht jene, die das Bildungsangebot schaffen. Es sind intelligente Lösungen zur Finanzierung gefragt, damit die Gemeinden ihre Verantwortung in der Elementarpädagogik wahrnehmen können.“