JI.Bund

Junge Industrie begrüßt Pläne zur Abschaffung der „Hacklerregelung“

JI-Vorsitzender Unger: Wiedereinführung war „unverständlicher Populismus“ – Kosten des Pensionssystems ohnehin zu hoch

Matthias Unger, Bundesvorsitzender der Jungen Industrie (© Foto David Schreiber)
Als „höchst erfreulich und begrüßenswert“ bezeichnete der Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Matthias Unger, die heutige Ankündigung eines Vorstoßes zur Wiederabschaffung der „Hacklerregelung“ im Pensionsbereich: „Die sogenannte ‚Hacklerregelung‘ im Zuges des Wahlkampfes 2019 wiedereinzuführen, war unverständlicher Populismus und mit Blick auf Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit vollkommen kontraproduktiv.“ Die JI hatte es daher bereits zu Beginn des Jahres sehr begrüßt, dass sowohl seitens der ÖVP als auch der Grünen signalisiert worden war, dass man diese Regelung nochmals zu überdenken gedenke. „Es wäre unbedingt notwendig hier aktiv zu werden. Die Kosten unseres Pensionssystems sind ohnehin zu hoch, selbst ohne Corona wären laut Schätzungen des Wifo die Pensionsausgaben in den kommenden 40 Jahren von 28 auf 30 bis 34 Prozent der Staatseinnahmen gewachsen“, so Unger, der daran erinnerte, dass es gleichzeitig „für das Bildungswesen magere 10 Prozent gibt. Das ist die falsche Prioritätensetzung.“ Durch Corona und die hohe Arbeitslosigkeit würden nun massiv Beiträge der Aktiven wegbrechen – „hier droht eine gewaltige Kostenexplosion, daher müssen wir jetzt rasch gegensteuern“.