JI.Bund

JI-Appell an Regierungsverhandler: Pensionsreformen müssen Teil des Programms sein!

JI-Vorsitzender Wimmer: Jetzt mutige Schritte setzen, sonst droht jüngeren Jahrgängen unzumutbare Mehrfachbelastung – Jüngere bereits jetzt mit weniger Pensionsleistung

JI-Bundesvorsitzender Andreas Wimmer
(Copyright: Foto Franz Neumayr/Susi Berger)

Die jüngsten Zahlen des Fiskalrates, würden eine „ohnehin vorhandene Gewissheit verstärken: Im Pensionsbereich braucht es Reformen, um Nachhaltigkeit und Fairness allen Generationen gegenüber in Zukunft zu sichern“, so der Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Andreas Wimmer. So gehe der Fiskalrat davon aus, dass die durchschnittlichen Pensionen im Verhältnis zum durchschnittlichen Arbeitseinkommen bis 2070 um rund ein Viertel sinken werden müssten. Anders sei eine langfristige Finanzierbarkeit nicht zu garantieren. „Bereits jetzt ist das Pensionssystem nicht generationengerecht. So wird aktuell der Geburtsjahrgang 1955 mit einem Steuerzuschuss von 38 Prozent zu seiner ‚erarbeiteten‘ Pension belohnt, der Jahrgang 1979 nur mehr mit 18 Prozent“, wie Wimmer ausführte.

Jüngere Jahrgänge seien bereits durch Änderungen der Vergangenheit, wie etwa beim Durchrechnungszeitraum, relativ schlechter gestellt. „Diese Maßnahmen waren aber leider notwendig, anders wäre eine langfristige Nachhaltigkeit ohnehin Wunschtraum gewesen. Nun aber Beschlüsse wie die neue ‚Hacklerregelung‘ umzusetzen, die die Nachhaltigkeit weiter gefährden und in Folge das Leistungsniveau für Jüngere noch weiter schmälern werden, ist einfach nicht akzeptabel“, so der Bundesvorsitzende. Zumal die steigenden Kosten im Pensionsbereich nicht die einzigen sein würden, die von den Jüngeren geschultert werden müssten, so Wimmer: „Die Demografie wird die Kosten im gesamten Sozialbereich nach oben treiben. Gleichzeitig bräuchte es dringend mehr Investitionen in Bildung und Innovation. Und der Schuldenberg verschwindet auch nicht von selber. Kein Wunder, wenn diese Aussichten Jüngere frustrieren.“

Die JI richte daher einen dringenden Appell an die Verhandler von ÖVP und Grünen: „Jede neue Regierung muss 2020 das Thema Pensionsreformen im Programm haben. Anfang des Jahres will die neue Alterssicherungskommission eine neue Prognose vorlegen – diese muss Ausgangspunkt für eine faktenbasierte und ehrliche Diskussion über das Thema sein. Wir haben uns im Pensionsbereich zu lange die Welt schöngeredet“, so Wimmer abschließend.