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Junge Industrie Steiermark: Rebound nur mit gesicherter Kinderbetreuung über den Sommer möglich

Berufstätige Eltern brauchen Betreuungssicherheit für die Sommerferien. Freiwillig einsatzbereiten Pädagoginnen und Pädagogen einen rechtlich abgesicherten Rahmen bieten. Großartiges Lehrerengagement verdient höchsten Respekt und darf nicht in Bürokratie und Pseudo-Interessenvertretung erstickt werden.

Julia Aichhorn und Dominik Santner, die beiden Vorsitzenden der Jungen Industrie Steiermark

Prognosen gehen aktuell davon aus, dass die heimische Wirtschaft ab Sommer im Prozess des Rebounds angekommen ist. Die Home-Office Phasen werden seltener werden und die Unternehmen zunehmend daran arbeiten, die wirtschaftliche Erholung einzuleiten. „Wir hoffen, dass wir möglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sommer wieder an ihren Arbeitsplätzen benötigen. Das bedeutet einerseits Stabilität in der Beschäftigung - andererseits aber gleichzeitig auch, dass wir gesicherte Betreuungsangebote in ausreichender Zahl für Kleinkinder sowie Schülerinnen und Schüler zur Verfügung haben müssen“, so die beiden Vorsitzenden der Jungen Industrie (JI) Steiermark Dominik Santner und Julia Aichhorn.
Die Osterferien haben bereits gezeigt, dass die steirischen Lehrerinnen und Lehrer enorm engagiert sind. 3000 Pädagoginnen und Pädagogen haben sich bei der Bildungsdirektion Steiermark gemeldet und freiwillig mitgeholfen, die Ferienzeiten zu Betreuungszeiten zu machen. „Ein einzigartiger Schulterschluss, der zeigt, dass viele Lehrkräfte bereit sind, in besonderen Zeiten besondere Maßnahmen zu ergreifen. Wir können auf die Unterstützung und das Verantwortungsbewusstsein der Lehrinnen und Lehrer zählen. Dafür unseren höchsten Respekt und Dank“, so Julia Aichhorn.

Sorge um Betreuung muss genommen werden
Diese Bereitschaft wertet die Junge Industrie Steiermark als gute Basis für die Sicherung eines Betreuungsangebotes auch in den Sommerferien. Für die Eltern von betreuungs- und schulpflichtigen Kindern ist die aktuelle Phase sehr fordernd. „Der Juli und der August dürfen nicht neuerlich zur Belastung und Herausforderung für Familien werden“, erklärt Dominik Santner und ergänzt: „Außerdem bietet der Sommer auch die Chance jene zu unterstützen, die in den letzten Wochen nicht unter optimalen Bedingungen lernen konnten und Nachholbedarf haben.“ Die vom Bildungsminister Heinz Faßmann angekündigten Vorschläge für eine Summer School werden daher seitens der Jungen Industrie Steiermark sehr begrüßt und als wichtiges und faires Signal für die Schülerinnen und Schüler gewertet.

Engagement nicht durch Bürokratie ersticken
Die beiden JI Steiermark Vorsitzenden fordern, dass diesem beispielgebenden Engagement der steirischen Lehrinnen und Lehrer keine Steine in den Weg gelegt werden dürfen. So darf die Möglichkeit der Betreuung beispielsweise nicht an versperrten Klassenzimmern oder an nicht rechtzeitig geklärten versicherungstechnischen Fragen scheitern. Daher appelliert die Junge Industrie Steiermark an die Politik auf Landes- wie auf Bundesebene, aber auch an die Interessenvertretungen der Pädagoginnen und Pädagogen: „Es muss unbürokratisch ein Rahmen geschaffen werden, der dieser Einsatzbereitschaft der Lehrerinnen und Lehrer gerecht wird. Öffnen wir die Schulen, klären wir alle rechtlichen Fragen und stehen wir nicht der Solidarität und der Freiwilligkeit engagierter Pädagoginnen und Pädagogen im Weg. Halten wir alle gemeinsam die Steiermark auch im Sommer am Laufen“, so Aichhorn und Santner.