JI.Bund

Junge Industrie: Krise verschärft Ungerechtigkeit im Pensionsbereich

JI-Wimmer: PVA-Zahlen bestätigen alle Befürchtungen – Generationengerechtigkeit kommt dank populistischer „Hacklerregelung“ noch stärker unter Druck

JI-Bundesvorsitzender Andreas Wimmer
(Copyright: Foto Franz Neumayr/Susi Berger)

„Eine alte österreichische Tradition ist wieder hochaktuell: Die Hälfte aller neuen Pensionen in diesem Jahr sind Frühpensionen. Dem populistischen Kurzschluss im Nationalrat vor der letzten Wahl sei Dank“, so der Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Andreas Wimmer, sarkastisch zu den jüngsten Zahlen der Pensionsversicherungsanstalt (PVA), wonach sich die neue „Hacklerreglung“ großer Beliebtheit erfreut. „Die unnötige und völlig kontraproduktive Abschaffung der Abschläge bei Frühpensionen verschärft damit die ohnehin prekäre Schieflage bei der Generationengerechtigkeit in Österreich.“

Einmal, wie Wimmer ausführte, wären Jüngere sowieso bereits durch das System belastet gewesen: „Die Änderungen bei der Durchrechnung gehen ohnehin zu Lasten der Jüngeren – eine schmerzhafte aber leider notwendige Maßnahme im Sinne der Nachhaltigkeit. Aber wenn die Jüngeren dann auch noch alle Schulden erben sowie die jetzt Populismus-bedingt steigenden Pensionskosten schultern müssen, dann wird es langsam zu schmerzhaft.“ Alarmierend sei dies vor allem angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit, die auch zu sinkenden Pensionsbeiträgen führen werde. „Die Bundesregierung fährt einen guten Kurs, damit sich Österreich möglichst rasch aus der Krise wird herausarbeiten können. Wir appellieren aber sehr an die Bundesregierung, wie Anfang des Jahres angekündigt, sich auch der Herausforderung ‚Abschaffung der Hacklerregelung Neu‘ anzunehmen“, so Wimmer.